Frank Biebighäuser-Becker kandidiert nach 16 Jahren nicht mehr

Dodenauer Feuerwehr sucht neuen Vorsitzenden

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Wahlen und Ehrungen bei der Dodenauer Feuerwehr, von links der stellvertretende Kassenführer, Jens Inacker-Bovermann, der stellvertretende Stadtbrandinspektor, Dirk Schneider, Wehrführer Hartmut Specht, Schriftführer Frank Noll, Protokollführer Jochen Naumann, der neue Kassenführer Florian Müller, Jugendwart Erik Noll, Ehrenvorsitzender Frank Biebighäuser-Becker, Stadtbrandinspektor Michael Wenzel, Hans-Helmut Müller vom Spielmannszug, Bürgermeister Heinfried Horsel und der stellvertretende Vors

Battenberg-Dodenau - Nach 16 Jahren hat Frank Biebighäuser-Becker nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden kandidiert. Weil sich kein Nachfolger gefunden hat, denkt der verbliebene Vorstand über Umstrukturierungen nach.

Eine Option ist eine Doppelspitze, wie sie bei den beiden anderen großen Vereinen TSV und MGV bereits vor einigen Jahren umgesetzt wurde. Frank Biebighäuser-Becker hatte bereits vor zwei Jahren seine letzte Amtszeit angekündigt. In der Versammlung am Samstag im Hotel Sassor stand er somit nicht zur Wiederwahl.

Ein Nachfolger hatte sich aber nicht gefunden, obwohl die Wehr unter anderem mit einem Brief an alle 320 Mitglieder auf die Situation hingewiesen hatte. „Die jüngeren Feuerwehrkameraden stehen in der Pflicht“, befand Bürgermeister Heinfried Horsel, der die Wahl leitete. „Das ist keine gute Situation für einen Verein. Es muss jemand vorangehen.“

Schon seit 2010 ist die Wehr zudem ohne stellvertretenden Vorsitzenden. Deshalb soll nun über eine Neustrukturierung nachgedacht werden, um die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen. Neben der Doppelspitze sind zusätzliche Beisitzer eine Option. Der Vorstand sei handlungsfähig, nach Rücksprache mit dem Marburger Amtsgericht sei von der Vakanz die Existenz des Vereins nicht bedroht, sagte Schriftführer Frank Noll. Kommissarische Stellvertreter sind die Geschäftsführer von Spielmannszug und Kapelle, Hans-Helmut Müller und Sebastian Schmitt. Allerdings kündigte auch Müller an, den Posten im Spielmannszug nach 25 Jahren niederzulegen. Auf den Brandschutz haben die Personalien keinen Einfluss, betonte Frank Noll.

Auf Antrag von Spielmannszug-Geschäftsführer Hans-Helmut Müller, der die Sitzung nach den Vorstandswahlen leitete, wurde Frank Biebighäuser-Becker zum Ehrenvorsitzenden der Dodenauer Feuerwehr ernannt. „Frank hat sich um die Feuerwehr verdient gemacht“, sagte Müller.

Die Wahlen ergaben nur eine Änderung: Florian Müller ist neuer Rechnungsführer. Der bisherige Amtsinhaber Jens Inacker-Bovermann übernimmt den Posten des Stellvertreters von Volker Surmann. Schriftführer bleibt Frank Noll, Protokollführer ist Jochen Naumann.

Wehrführer Hartmut Specht berichtete von bislang elf Einsätzen in diesem Jahr - unter anderem beim Brand an der Grillhütte. Die 40 Aktiven haben 17 Übungen absolviert, unter anderem gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr. Die Großübung der städtischen Wehren fand in Dodenau statt. Drei Kameraden waren als Mitglieder des Katastrophenschutzzugs im Hochwasser-Einsatz in Dresden. Auch am neuen Digitalfunk sind die Aktiven schon ausgebildet worden. „Die Einsatzabteilung ist auch für die nächsten Jahre gut gerüstet“, lautete sein Fazit. Dazu soll auch die Jugendfeuerwehr beitragen, die aus derzeit 17 Mitgliedern besteht.

Die Feuerwehrkapelle absolvierte in diesem Jahr zahlreiche Auftritte, berichtete Vorsitzender Sebastian Schmitt. Unter anderem haben die 27 Musiker einen Egerländer Abend veranstaltet und sind am „Tag der Musik“ beim Hessentag in Kassel aufgetreten.

Weniger positiv sei die Situation beim Spielmannszug, berichtete Hans-Helmut Müller. Die Abteilung hat zu wenig Mitglieder, nimmt deshalb keine Auftritte außerhalb des Dorfs mehr an und spielt bei Ständchen und Umzügen in Dodenau gemeinsam mit der Feuerwehrkapelle.

Frank Noll erinnerte in seinem Rückblick an die vielfältigen Termine. Unter anderem hat die Wehr den Kameradschaftsabend veranstaltet und war Ausrichter des traditionellen Maifests. Außerdem hat der Verein einen gebrauchten Mannschaftstransporter gekauft, umgebaut und in Dienst gestellt. Möglich war das unter anderem dank zahlreicher Spenden.

Grußworte sprachen Bürgermeister Heinfried Horsel, Ortsvorsteher Wolfgang Stein und Stadtbrandinspektor Michael Wenzel. (da)

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