Löhlbach: Mitglieder des Heimat- und Kulturvereins richten eigenen Raum dafür her

Dokumente kommen ins Archiv

Fleißige Mitglieder: (von links) Klaus Damm, Marianne Röse und Wolfgang Landau beim Herrichten des Archivraums. Foto: Faust

Löhlbach. Bis jetzt ruhen die gesammelten Dokumente des Heimat- und Kulturvereins noch in Kisten und Kartons. Doch in Kürze werden die Vereinsmitglieder das Material in ihren ersten Archivraum einordnen, der dann fertig gestellt ist. Erst zu einem späteren Zeitpunkt ist nämlich der Umzug in die Mansarde des alten Schulgebäudes, das zurzeit zu einem Dorfzentrum umgebaut wird, geplant.

Die Gemeinde Haina unterstützt den Verein, indem sie einen nicht mehr benötigten Abstellraum im Bürgerhaus Löhlbach zur Verfügung stellt, der nun als Archivraum von den Vereinsmitgliedern in Eigenleistung hergerichtet wird. Dazu hat Hausmeisterin Marianne Röse den Raum leer geräumt. Röse, selbst Mitglied im Verein, will zukünftig die Raumreinigung ehrenamtlich übernehmen.

Bis die Regale aufgestellt werden, sind noch Isolations- und Malerarbeiten notwendig, die allesamt von den Mitgliedern erledigt werden. Das Sammeln von historischen Dokumenten und Bildzeugnissen ist ein Aufgabenfeld des neuen Vereins.

Einen weiteren Schwerpunkt sehen die Verantwortlichen in der Organisation von kulturellen Angeboten für das Dorf. Für die 800-Jahr-Feier in 2015 sollen beispielsweise die Vereine zur Mitwirkung frühzeitig eingebunden werden. Dazu wurden die Vorstände jetzt zu einem ersten Treffen am 10. Januar um 19.30 Uhr im Gasthaus Möller eingeladen.

Ein Glanzpunkt im Vereinskalender ist ein Fachvortrag von Armin Sieburg. Der pensionierte Archivar des Hessischen Staatsarchivs hat bisher unveröffentlichte Dokumente aus dem Leben der Löhlbacher im 19. Jahrhundert ausgewertet.

Auf Einladung des Vereins wird Sieburg am 24. März dazu einen Vortrag um 14 Uhr im Löhlbacher Paul-Gerhardt-Haus halten. Dazu sind alle Interessierten aus Löhlbach und der Region eingeladen. Erstes Thema soll eine Beschreibung des Ortes um 1860 sein, in dem detailliert die Bewohner, das Schulwesen und die Kirche dargestellt werden, im zweiten Teil des Vortrages geht es dann um eine Visitation der Schule aus dem Jahr 1839.

Da die Dokumente der Öffentlichkeit bisher unbekannt waren, ist ein spannender Nachmittag zu erwarten. Der Eintritt ist frei. (fg)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare