Auftakt zur Rundreise: Landrat Dr. Kubat besuchte Laisa und Frohnhausen

Im Dorf fühlt er sich wohl

Fassanstich mit Landrat Dr. Reinhard Kubat (links): Weiter im Bild Laisas Ortsvorsteher Günter Belz, Bastian Belz und Linda Hartmann von der Trachtengruppe Laisa. Rechts Wollmars Ortsvorsteher Johannes Wagner, Erster Stadtrat Georg Röse (Battenberg), Münchhausens Bürgermeister Peter Funk und Battenbergs Bürgermeister Heinfried Horsel. Fotos: Hoffmeister

Laisa/Frohnhausen. Wenn er einfach mal über den Gartenzaun grüßt, mit Rentnern spontan ein freundliches Gespräch beginnt oder bei einer eigens für ihn inszenierten Begegnung an der Grenze zum Landkreis Marburg-Biedenkopf auf einen Grenzstein klettert, einen Schnaps trinkt und gekonnt ein Fass Bier anschlägt: Dann ist er ganz in seinem Element. Mit Menschen umgehen, das ist sein Ding. „Schöner kann das Leben doch nicht sein“, strahlte Dr. Reinhard Kubat schon nach der ersten Station.

Der neue Landrat hat am Freitagnachmittag die beiden Battenberger Dörfer Laisa und Frohnhausen besucht. Allen 22 Städten und Gemeinden des Landkreises Waldeck-Frankenberg will er seine Aufwartung machen. „Schrittweise – das schaffe ich nicht alles in einem halben Jahr“, schränkte Dr. Kubat ein.

Er sucht offenbar besonders jene kleinen Dörfer, die schon lange keinen Landrat mehr gesehen haben. Der Erfolg ist ihm dabei gewiss. In Laisa, an der Grenze zu Wollmar sowie in Frohnhausen löste der Besuch des Landrates am Freitag Volksfeststimmung aus.

„Die Dörfer liegen mir besonders am Herzen“, bekannte der Landrat vor dem Heimatmuseum in Laisa frank und frei. „Ihre Entwicklung ist mir die wichtigste Aufgabe für die nächsten Jahre“, sagte Dr. Kubat. Straßen- und Schienenanbindung, schnelle Internetversorgung und ein attraktives Erscheinungsbild gab der Landrat als Ziele aus. Und: „Die Menschen sollen in einem lebenswerten Umfeld auch Arbeit finden.“

Seine Überzeugungen vertritt er durchaus selbstsbewusst: „Affären wie die, die gerade in der Zeitung stehen, kommen und gehen. Aber die Dörfer – die bleiben.“

In Laisa hatte sich Ortsvorsteher Günther Belz mächtig ins Zeug gelegt, um dem Landrat das Dorf vorzustellen. In der traditionellen Marburger evangelischen Tracht begrüßten Linda Hartmann und Bastian Belz den Gast aus der Kreisstadt. Mit einer Pferdekutsche ging es dann durch Feld und Flur zur Kreisgrenze, wo schon eine große Delegation aus Wollmar mit Münchhausens Bürgermeister Peter Funk und Wollmars Ortsvorsteher Johannes Wagner auf den hohen Gast wartete: Bei Wellfleisch und einem kühlen Bier ließ es sich aushalten.

Schnell wachsende Pappeln

Doch die Zeit drängte: An den schnell wachsenden Pappel-Plantagen der Firma Viessmann vorbei ging es mit fachkundigen Erläuterungen des Diplom-Forstwirts Hans-Moritz von Harling weiter nach Frohnhausen.

Vor dem Dorfgemeinschaftshaus spielte der Posaunenchor für den Landrat auf, den Ortsvorsteher Bernd Strieder herzlich begrüßt. Ortsvorsteher und Landrat kannten sich schon: „Wir haben uns gleich gemocht“, bekannte Dr. Kubat. Pfarrerin Michaela Frischholz führte durch die Kirche. Der Kräutergarten, die Siedlung und der Kindergarten waren weitere Stationen. ehe der Landratsbesuch mit guten Gesprächen in gemütlicher Runde endete.

Von Thomas Hoffmeister

Quelle: HNA

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