Dorferneuerung in Battenberg: Bis zu 45.000 Euro für Privatleute

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Er hat die Chance schon genutzt: Andreas Bremerich aus Laisa hat sein Wohnhaus saniert und dafür Zuschüsse aus der „alten“ Dorferneuerung erhalten, die in Laisa bis Ende 2013 lief.

Battenberg. Nun wird die Dorfentwicklung in Battenberg auch für Privatleute interessant: Nachdem das Konzept für öffentliche Projekte in dem Landes-Förderprogramm erstellt wurde, wurden Hauseigentümer am Dienstagabend informiert, welche Fördermöglichkeiten es für private Investitionen gibt.

Dabei gibt es zwei grundsätzliche Probleme: Erstens: Das Land hat das Geld noch nicht freigegeben, Anträge können deshalb zwar gestellt, aber noch nicht genehmigt werden. Zweitens: Die neue Richtlinie für die Dorfentwicklung wird vom Land überarbeitet und steht noch nicht in allen Details fest.

Trotzdem stellten Sigrid Göbel vom Landkreis, der von der Stadt bezahlte Berater Karl-Hermann Emde (Bad Wildungen) und Planerin Dr. Renate Buchenauer (Marburg) den etwa 100 Zuhörern in der Burgberghalle die Eckdaten für die Privatförderung vor.

„Frau Göbel und Herr Emde sind auf Ihrer Seite und helfen Ihnen durch den Dickicht des Genehmigungsverfahrens“, sagte Bürgermeister Heinfried Horsel den Zuhörern. Und er rief die Hauseigentümer auf: „Nutzen Sie diese Chance!“

Andreas Bremerich aus Laisa har die Chance bereits genutzt, als der Stadtteil zwischen 2008 und 2013 in der „alten“ Dorferneuerung war. „Als wir das Haus hier 2009 gekauft haben, wussten wir gar nicht, dass es die Dorferneuerung gibt“, sagte der 46-Jährige, der mit seiner Familie zuvor in Bottenhorn wohnte, der HNA.

„Die Förderung war wie ein Geschenk des Himmels.“ 45.000 Euro zu bekommen, bedeute ja auch, einige Jahre weniger abbezahlen zu müssen, so Bremerich. Und der mögliche Zuschuss sei auch ein gutes Argument für Eigentümer, die ein leer stehendes Haus verkaufen möchten. „Wir machen jedenfalls in unserem Bekanntenkreis fleißig Werbung für die Dorferneuerung. Und sehr wahrscheinlich werden Freunde von uns auch nach Laisa ziehen.“ Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

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