Diskussion in Haina

Dorfgemeinschaftshäuser auf dem Prüfstand

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Nach dem Brand im vergangenen Sommer laufen nun nach langen Verhandlungen endlich die Sanierungsarbeiten im Hainaer Bürgerhaus. In sechs Wochen soll es wieder nutzbar sein. Allerdings sind auch in anderen Dorfgemeinschaftshäusern Reparaturen nötig.

Haina-Battenhausen - In Oberholzhausen regnet es durchs Dach, in Löhlbach ist die Heizung veraltet, und in Mohnhausen stehen bis heute Nacharbeiten aus: In den Dorfgemeinschaftshäusern der Gemeinde besteht Handlungsbedarf.

Eigentlich wollte der Bauausschuss der Gemeinde eine Prioritätenliste erstellen, um die Renovierung und Sanierung der Dorfgemeinschaftshäuser in den nächsten Jahren in eine angemessene Reihenfolge zu bringen. Dazu haben die Mitglieder die Baumängel bereits dokumentiert und bewertet. Doch angesichts der zum Teil massiven Schäden und des großen Handlungsbedarfs soll ein Fachmann - ein Architekt oder ein Planungsbüro - die Bürgerhäuser nun untersuchen, eine Mängelliste und eine Kostenschätzung erstellen.

Nach einigen Diskussionen, ob die Kosten für diese Planungsarbeiten gedeckelt sein sollen oder nicht, entschied sich das Parlament, den Tagesordnungspunkt zu vertagen. Die Gemeindeverwaltung holt bis dahin ein Angebot von einem Planungsbüro ein. Darin sollen auch erste Kostenschätzungen vorgenommen werden: „Dann kriegen wir zwar Schweißausbrüche, aber wissen wenigstens, von welchen Kosten wir reden“, ergänzte der Bürgermeister.

Marco Ungemach (BGH) forderte, dass nicht nur die älteren Dorfgemeinschaftshäuser untersucht werden, sondern alle. Er begründete dies damit, dass auch für das erst vor wenigen Jahren sanierte Bürgerhaus in Mohnhausen eine lange Mängelliste vorliege: Dort seien Nacharbeiten nach der Eröffnung von den Firmen bis heute nicht umgesetzt worden.

Gute Nachrichten hatte Backhaus zum Bürgerhaus in Haina: Dort seien die Arbeiten im vollen Gang. Derzeit werde die Elektrik installiert, dann folge der Einbau der neuen Heizung. Der Eigenbetrieb Gebäudemanagement beim Landkreis habe die entsprechenden Aufträge vergeben. Er hoffe, dass das Bürgerhaus in vier bis sechs Wochen wieder nutzbar ist, „wenn alle Arbeiten reibungslos verlaufen“. Welche finanziellen Folgen der Brand für die Gemeinde habe, könne er noch nicht abschließend sagen. „Aber ich hoffe, dass wir mit einem blauen Auge davonkommen.“

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