Drei Generationen der Familie Balz stehen auf der Bühne

Vater Heinrich Balz: Er fand als „Ratsherr“ 2009 seinen Weg zum Theaterspiel bei der Freilichtaufführung „Die Bürger von Frankenberg“. Seitdem hat er immer wieder kleinere Rolle übernommen und auch hinter der Bühne kräftig mitgeholfen. Ihn fasziniert, dass in der „Komödie Frankenberg“ jeder akzeptiert wird. Fotos: Völker

Frankenberg. Sie warten in der Garderobe zwischen lauter fein kostümierten englischen Herrschaften und fleißigen Maskenbildnerinnen. Noch wenige Lampenfieberminuten, dann hebt sich in der Ortenbergschule der Vorhang zur Probe von Oscar Wildes Boulevardstück „Eine Frau ohne Bedeutung“.

Wenn das Spiel beginnt, sind unter den Akteuren der „Komödie Frankenberg“ auch drei Generationen der Familie Balz: Großvater Heinrich Balz (78) in der Rolle des würdevollen Butlers, Sohn Karlheinz Balz (49) als fortschrittlicher Parlamentsabgeordneter Mr. Kelvil und Enkelin Julia Balz (22) als attraktive Lady Stutfield.

Was sie verbindet? Es ist die Begeisterung fürs Laientheater, „Teil vom Ganzen zu sein und mit anzusehen, wie sich ein Stück entwickelt“, wie Karlheinz Balz sagt. Er spielt nicht nur seit 2009 im Team mit, sondern packt auch kräftig an beim Bühnenbau. „Diese Detailtreue, jede Kleinigkeit wird bedacht und mit Hingabe umgesetzt“, schwärmt er.

Hier haben die Regisseure Hans-Peter Höhl und Harald Hörl mit ihrem Faible für englische Komödien seit Jahren mit authentischen Requisiten und stilvollem Mobiliar ganz eigene Konturen gezeichnet. Karlheinz Balz arbeitet tagsüber als Lagerist bei der Firma Metak in Burgwald.

Vater Heinrich Balz, als ehemals selbstständiger, später angestellter Metzgermeister im Herkules-Markt vielen Frankenbergern bekannt, entdeckte sein Theaterhobby vor sieben Jahren, als er beim Freilichtspiel „Die Bürger von Frankenberg“ als Statist in der Rolle eines Ratsherren auf dem Burgberg auftrat. Seitdem hat er immer wieder kleinere Rolle übernommen und auch hinter der Bühne kräftig mitgeholfen.

Was ihn in der „Komödie Frankenberg“ fasziniert, wie sich Enkelin Julia auf ihren Beruf als Bankkauffrau vorbereitet und welches Verhältnis die drei Balz-Laienspieler zur Heimatstadt Frankenberg haben, lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Karl-Hermann Völker

Quelle: HNA

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