Minister Banzer überreichte Bewilligungsbescheid für Anbau an Seniorenzentrum

Drei Millionen vom Land

So soll es werden: An das bestehende Seniorenzentrum am Burgberg in Battenberg wird – von der Dodenauer Straße aus gesehen – rechts ein Komplex mit weiteren 50 Betten angebaut. Zeichnung:  Architekturbüro Roth

Battenberg. Für den DRK-Kreisverband Frankenberg, die Stadt Battenberg und nicht zuletzt die Mitarbeiter und Bewohner der beiden Battenberger Altenheime ist eine jahrelange Hängepartie zu Ende.

Gestern Abend hat Jürgen Banzer, der hessische Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit, einen Bewilligungsbescheid über mehr als drei Millionen Euro überreicht. Damit ist klar: Der 4,5 Millionen Euro teure Anbau an das Seniorenzentrum am Burgberg wird kommen.

Das in die Jahre gekommene Seniorenheim am Wingertsberg hat ausgedient. „Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon die Bagger rollen und den Rohbau in Windeseile wachsen“, freute sich der Battenberger Bürgermeister Heinfried Horsel.

DRK-Kreisgeschäftsführer Christian Peter erinnerte daran, dass es seit 2004 fertige Pläne für den „Ersatzneubau“ des in die Jahre gekommenen Wohnheimes am Wingertsberg gibt. Nach der erforderlichen Ausschreibung könne es nun voraussichtlich im Herbst losgehen, sagte Peter im Gespräch mit der HNA. Der Kreisgeschäftsführer rechnet mit einer Bauzeit von etwa eineinhalb Jahren. Rechts neben dem bestehenden Komplex des Seniorenzentrums am Burgberg wird nun ein Anbau mit fünf mal zehn Betten aus dem Boden wachsen. „Was lange währt, wird endlich gut“, resümierte Christian Peter. Der Kreisgeschäftsführer zeigte aber auch Verständnis für die Bedenken der älteren Bewohner am Wingertsberg, die dem Neuen mit etwas Skepsis entgegenblicken und ihre idyllische Waldrandlage schätzen. Doch dieses Heim entspreche schon lange nicht mehr den heutigen Anforderungen, stellte Peter fest.

„Umdenken erreichen“

Staatsminister Jürgen Banzer machte deutlich, dass die Landesregierung mit der hohen Förderquote (1,2 Millionen Euro Zuschuss, 1,8 Millionen als zinsgünstiges Darlehen) auch ein Zeichen setzen wolle. Sein Ministerium wolle ein „Umdenken erreichen“, sagte Banzer. Mit übersichtlichen Wohnkonzepten und der Idee vom „Heim im Heim“ wolle das Ministerium auch das gesellschaftliche Ansehen von Senioren-Betreuungseinrichtungen aufwerten. „Nur neun Prozent der Menschen können sich heute vorstellen, ihren Ruhestand in einem Heim zu verbringen“, weiß der Minster aus Umfragen. 91 Prozent jedoch fürchteten, ihre Individualität zu verlieren. Mit vorbildlichen Betreuungseinrichtungen wolle das Land gegensteuern, sagte Banzer, der auf die Probleme der älter werdenden Bevölkerung und einer zunehmenden Zahl von Singles hinwies.

Dank sagte DRK-Kreisgeschäftsführer Peter auch heimischen Landtagsabgeordneten, die sich für eine finanzielle Förderung des Anbaus eingesetzt hatten.

Von Thomas Hoffmeister

Quelle: HNA

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