Haina

Drei Tage ohne Technik und Konsum

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- Haina (seu). Sie starteten mit Schlafsack und Isomatte in den Wald, bauten dort ein Biwak auf und leben nun zwei Tage lang draußen in der Natur: 17 Jugendliche und sechs Betreuer der Naturschutzjugend Hessen nehmen derzeit am zehnten „Wildlife“-Camp in den Stiftungsforsten teil.

Handy, Gameboy oder MP3-Player bleiben zu Hause. Stattdessen gehören wetterfeste Kleidung, Taschenmesser, Essschale und Trinkbecher in den Rucksack. Elementares Naturerleben steht bei den „Wildlife“-Kursen der Naturschutzjugend seit vielen Jahren im Mittelpunkt.

Seit 2002 ist der Hainaer Forst jährlich Austragungsort des Camps. Erstmals ist das „Abenteuer Waldinsel“ in eine kleine Handlung eingebettet. Am Freitag Abend trafen sich 17 Jugendliche aus Groß-Gerau, Frankfurt, Gießen, Melsungen, Grünberg und Frankenberg gut ausgerüstet zum zwei Kilometer langen Marsch in den Klosterforst. Dort trafen sie auf einen „Aussteiger“, der mit selbst gemachter Kleidung am Feuer saß. Das „Abenteuer Waldinsel“ begann.

Die Jugendlichen erkundeten den Biwak-Platz und richteten mit einfachen Zeltplanen das Camp auf dem Waldboden ein. Dort werden sie sich selbst versorgen. „Vieles, was wir zum Waldleben brauchen, finden wir in der Natur um uns herum“, erklärte der NAJU-Jugendbildungsreferent Marco Lingemann.

Vom „Aussteiger“ erlernten sie erste Kniffe und Tricks zum einfachen Leben in der Natur. Erste Mahlzeit: Bannockbrot aus Hafer- und Gerstenmehl, zubereitet in einem Topf auf der Feuerstelle. Bannock stammt ursprünglich aus den schottischen Highlands. Am Samstag bauen die Jugendlichen einen zweiten Feuerkreis, ein Laubbett und eine Grasisomatte. Sie schnitzen und brennen eigene Esslöffel aus Holz, schlagen Feuer mit Flintstein und Feuerstahl, stellen Rindengefäße her und suchen essbare Kräuter am Wiesenrand.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 20. August.

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