Betriebshof und Bauamt der Stadt Frankenberg schaffen gemeinsam Blickfänge in der Stadtmitte

Dreigestirn mit dem grünen Daumen

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Martin Hecker, Stefanie Neussel und Karsten Dittmar (von links) haben gemeinsam mit ihren Konzepten für die Pflanzengestaltung viel für das Stadtbild von Frankenberg getan.

Frankenberg - Mit dem Kreisel in der Röddenauer Straße hat alles angefangen: Im Jahr 2010 überredeten Bauamtsleiter Karsten Dittmar sowie Martin Hecker und Stefanie Neussel vom Betriebshof der Stadt den damaligen Bürgermeister Christian Engelhardt, den Kreisverkehr nicht für günstiges Geld zupflastern zu lassen. Engelhardt gab den dreien eine Chance - und sie nutzten sie.

Der Kreisverkehr wurde zum Hingucker: Mit seiner außergewöhnlichen Gestaltung, in der verschiedene Farben und Formen, Steine und Pflanzen harmonisch verbunden sind, lenkt er die Blicke der Autofahrer und Passanten auf sich. Eiben bilden einen Kontrast zu locker im Wind wogenden Gräsern, dazwischen wächst es grün und blüht es lila und gelb.

Karsten Dittmar, Stefanie Neussel und Martin Hecker haben ein regelrechtes Kunstwerk geschaffen. Dafür bedurfte es allerdings einiger Diskussionen, denn die drei Verantwortlichen brachten ganz verschiedene Argumente und Meinungen ein.

Auf das erste erfolgreiche Gemeinschaftsprojekt des Teams folgte bald das nächste: Im Teichgelände entstand ein kleiner botanischer Garten. Im Modellprojekt „Familienstadt mit Zukunft“ stand Geld dafür bereit, das die städtischen Finanzen sicher nicht hergegeben hätten. Das Beet mit Blumen und Pflanzen wird gut angenommen, sagt Stefanie Neussel.

Mit der Stadtsanierung und der Umgestaltung der Bahnhofstraße standen die drei Mitarbeiter der Stadt vor der bisher größten Herausforderung. Denn die Neugestaltung der Grünflächen im Stadtzentrum musste gleich mehrere Ansprüche erfüllen: Sie sollte Aufenthaltsqualität bieten, dabei aber möglichst geringe Kosten verursachen und wenig Arbeitsaufwand bereiten. Außerdem müssen sich die ausgewählten Pflanzen und Bäume auch gut entwickeln können und etwa urinierende Hunde und weniger Raum für Wurzeln ertragen.

„Die Grundlage für uns war die Maßgabe, mehr Grün ins Zentrum zu bringen“, sagt Karsten Dittmar und verweist auf die Beete vor der Volksbank und die Rückwand des Platzes am Landratsamt. Bei der Planung hat Stefanie Neussel ganz besonders darauf geachtet, dass es von März bis Oktober stetig blüht und wächst: Mit einem Blühzeitenkalender hat sie Pflanzen so ausgewählt, dass immer irgendwo Blüten zu entdecken sind. Mit den Zwiebelpflanzen im März und April geht es los, dann kommen nach und nach die Stauden hervor. Auch im Spätherbst sollen Pflanzenteile Blickfang sein. Gräser, die stehen gelassen werden, sollen räumliche Dimensionen schaffen, sagt Dittmar.

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