Frankenberg

DRK-Wasserwacht in Frankenberg gegründet

- Frankenberg (da). Im Frankenberger Land gibt es wieder eine organisierte Wasserrettung: Die Gruppe gehört zum DRK-Kreisverband und wurde am Dienstag gegründet.

Frankenberg. Im DRK-Stützpunkt am Katastrophenschutzzentrum trafen sich Rettungsschwimmer aus der Region, unter anderem aus Frankenberg und Battenberg. In der ehemaligen Kreisstadt bestand bis Anfang der 90er Jahre eine DLRG-Gruppe, die Battenberger DRLG wurde in diesem Jahr aufgelöst.Der Name „Wasserwacht Frankenberg“ bezieht sich auf den Kreisverband, willkommen sind auch Schwimmer aus anderen Orten des Altkreises. Schon im Vorfeld hatten sich Rettungsschwimmer aus dem Frankenberger Land, die nicht zum Training oder für Prüfungen nach Bad Wildungen, Korbach oder andere Städte fahren wollen, gefunden und ihr Interesse an einer Wasserwacht unter Obhut des Roten Kreuzes bekundet. DRK-Kreisbereitschaftsleiter Gerhard Finger begrüßte das. „Es ist gut, Rettungsschwimmer parat zu haben. Weil sie über eine Sanitätsausbildung verfügen, sind sie immer auch Katastrophenschützer.“ Die Gruppe wird ab sofort vom Kreisverband unterstützt. Das DRK finanziert beispielsweise die Ausrüstung. Denkbar seien, dass die Gruppe Wachdienste bei Sportveranstaltungen übernimmt. Als Beispiel nannte Gerhard Finger Wettkämpfe wie den Volkstriathlon in Bottendorf. Auch nach Südhessen wollen die Helfer ihre Fühler ausstrecken – dort sei das DLRG schwach vertreten, hieß es. Sogar der Dienst in Schwimmbädern zur Unterstützung der Bademeister ist denkbar. Es sollen aber nicht nur Rettungsschwimmer ausgebildet werden. Auch eine „normale“ Schwimmausbildung ist denkbar – für Kinder wie für Erwachsene. Der Bedarf sei da, berichteten der Frankenberger Schwimmmeister Wilfried Schneider und sein Battenberger Kollege Ottmar Willstumpf. „Wir werden häufiger darauf angesprochen.“ Sie wollen erreichen, dass mehr Menschen Schwimmen lernen. Meldungen über Badegäste, die ertrunken sind, seien alarmierend, sagte Gerhard Finger. „Immer mehr Schwimmbäder werden geschlossen, andere zu Erlebnisbädern umgebaut, in denen man gar nicht schwimmern kann“, ergänzte Friedhelm Schneider. Daraus entstünde das Problem, dass immer weniger Menschen schwimmen können. Profitieren vom Angebot sollen davon auch Sportlehrer, die ihren Rettungsschwimmschein auffrischen wollen. Die Frankenberger Gruppe ist eigenständig, gehört aber formell zur Bad Wildunger Wasserwacht. Sie besteht schon länger. Das sei der richtige Weg, weil die Gründung einer selbständigen Wasserwacht erst nach einigen Jahren möglich sei, informierte Finger. Kreiswasserwachtleiter Martin Köhler aus Bad Wildungen nahm an dem Treffen am Dienstag in Frankenberg teil. Neugegründete Gruppen seien „Ausbildungsgruppen“ und arbeiteten wie normale Wasserwachten, aber ohne eigenen Vorstand, berichtete er. Geplant sind wöchentliche Übungseinheiten, eventuell im Wechsel in den Bädern in Frankenberg und Battenberg. Mittelfristig wollen die Frankenberger auch als Rettungsschwimmer bei Veranstaltungen dabei sein. Das nächste Treffen der Wasserwacht Frankenberg findet am Dienstag, 7. Juli, um 18 Uhr im Battenberger Freibad statt. Alle Interessenten sind willkommen. An diesem Abend wird geschwommen, außerdem soll die weitere Zukunft der Gruppe besprochen werden. Kontakt: Clemens Flügel, Telefon 06451/715451, Ottmar Willstumpf, Telefon 06452/931277.

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