DM in Gemünden

Drogerie-Kette DM will nach Gemünden

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Seit vergangener Woche steht der alte Aldi-Markt in Gemünden leer. Die Drogerie-Kette DM möchte in das Gebäude ziehen.

Gemünden - Ein Drogeriemarkt in der Wohrastadt? Seit Schließung der Schleckerfiliale mangelt es daran in Gemünden. Ein möglicher Standort ist das gerade freigewordene Aldi-Gebäude. Die Verhandlungen laufen. Insgesamt gibt es aber drei Interessenten für den leerstehenden Markt.

Weniger als eine Woche ist vergangen, seit der alte Aldi-Markt in Gemünden seine Pforten geschlossen hat, um nur wenige Meter entfernt ein neues Konzept zu verfolgen, da kündigen sich bereits die ersten Interessenten für das leerstehende Gebäude in der Ellnröder Straße an. Nach Informationen der Frankenberger Zeitung plant unter anderem die Drogeriekette DM eine Filiale in der Wohrastadt zu eröffnen. „Es sind Verhandlungen mit einer Drogerie-Markt im Gange“, bestätigte Bürgermeister Frank Gleim auf Anfrage. Die Drogerie-Kette selbst signalisierte Interesse am Standort – wollte sich aber „aus Wettbewerbsgründen“ nicht weitergehend äußern.

Am 15. Januar soll die weitere Entwicklung des ehemaligen Aldi-Marktes erstmals in der Stadtverordnetenversammlung diskutiert werden. Das Ergebnis sei allerdings noch offen, erklärte der Rathauschef: „Es ist von vielen Entscheidungen abhängig“. Auch im Rahmen der Regionalplanung müsse die Ansiedlung geprüft werden. „Ich bin froh, dass jemand Interesse bekundet, gerade wenn es ein Drogeriemarkt ist“, sagte Gleim. Dieses Angebot fehle in der Wohrastadt – „und es freut mich, wenn die Lücke geschlossen wird.“ Unternehmer Kurt Arnold, dem die Immobilie gehört und der in unmittelbarer Nähe Jahrzehnte lang ein Möbelunternehmen betrieb, ist mit Blick auf die Verhandlungen positiv gestimmt. Allerdings gebe es neben der Drogeriemarkt-Kette es noch zwei weitere Interessenten, wie er erklärte. Welche das seien, mochte er nicht verraten – doch: „Alle drei wollen“, berichtet der 76-Jährige. Insgesamt habe er 270 Interessenten angeschrieben. Dass Aldi das alte Gebäude verlassen hat, habe sich dabei letztendlich auch als kleiner Vorteil erwiesen, denn das Interesse der Drogeriemarkt-Kette sei durch den Discounter gekommen, sagt Arnold.

Welcher der drei Interessenten letztendlich den Zuschlag erhält, ließ Arnold zunächst offen. „Wir entscheiden uns für den, mit dem wir am Besten zusammenpassen“, sagt er. Für mögliche Umbauten nannte der Eigentümer des Anfang der 1980er Jahre erbauten Gebäudes aber bereits eine Investitionssumme: 300?000 Euro müssten investiert werden – das aber müsse der künftige Betreiber tragen.

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