10.000 Euro Schaden

Bei Dunkelheit und Nebel überholt: Frontalzusammenstoß

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Der Wagen der 44-Jährigen wurde bei dem Unfall völlig zerstört. Feuerwehrleute mussten die eingeklemmte Frau befreien.

Freienhagen. Ein Überholmanöver bei Nebel und Dunkelheit hat am Montagmorgen einen Frontalzusammenstoß bei Freienhagen ausgelöst. 

Dabei erlitt die Unfallverursacherin schwere Verletzungen und wurde in ihrem Auto eingeklemmt. Feuerwehrleute befreiten sie mit hydraulischem Gerät.

Kurz nach halb sieben am Montagmorgen war die 44 Jahre alte Opelfahrerin aus einem Waldecker Stadtteil mit ihrem Agila auf der Landesstraße 3083 von Freienhagen kommend in Richtung Netze unterwegs. Auf einer Geraden wenige hundert Meter hinter dem Ortsausgang setzte die Opelfahrerin zum Überholen eines anderen Autos an - obwohl sich aus der Gegenrichtung ein Mercedes Sprinter näherte, den ein 22 Jahre alter Mann aus einem Waldecker Stadtteil steuerte.

Der Sprinterfahrer gab später der Polizei gegenüber an, er habe die Frau ausscheren sehen, daraufhin abgebremst und Lichthupe gemacht. Dennoch kam es zum Frontalzusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Während der Sprinterfahrer seinen Lieferwagen selbst verlassen konnte und lediglich leicht verletzt wurden, wurde die 44-Jährige in ihrem Agila eingeklemmt und schwer verletzt.

Nach dem Notruf rückten die Notärzte aus Bad Wildungen und Bad Arolsen, die Besatzungen zweier Rettungswagen von DRK und promedica sowie die Feuerwehren aus Netze, Waldeck und Sachsenhausen aus. Da die Unfallstelle laut einer ersten Meldung bei Netze liegen sollte, waren die Brandschützer aus Freienhagen nicht in den Einsatz eingebunden. Die 39 Feuerwehrleute unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Uwe Schaumburg entfernten die beiden Türen auf der Fahrerseite und den Holm dazwischen mit Rettungsschere und -spreizer. Anschließend setzten die einen sogenannten Rettungszylinder ein, um die durch den Zusammenstoß eingedrücke Fahrzeugfront wieder von der Fahrerin wegzupressen und sie auf diese Weise zu befreien.

Nach notärztlicher Erstversorgung lieferten die Rettungskräfte die 44-Jährige in ein Krankenhaus ein. Auch der Sprinterfahrer kam zur Untersuchung vorsorglich in ein Krankenhaus. Den Schaden an beiden Fahrzeugen gab die Korbacher Polizei mit insgesamt 10.000 Euro an.

Nach dem schweren Unfall sucht die Polizei nach dem Wagen, den die Opelfahrerin überholen wollte. Dessen Fahrer oder Fahrerin hielt nicht an, sondern fuhr in Richtung Netze weiter. Auch wenn dieses Auto nicht direkt in den Unfall verwickelt gewesen sei, hätte der Fahrer oder die Fahrerin anhalten müssen, hieß es.

Wer Angaben zu diesem Fahrzeug machen kann, der meldet sich unter der Rufnummer 05631/971-0 bei der Korbacher Polizei.

112-magazin.de

Quelle: HNA

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