Frankenberger Unternehmen gewinnt Preis beim "Großen Preis des Mittelstands"

Durchmarsch zum Finalisten-Titel

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Frankenberg - Die Firma Neuschäfer Elektronik aus Frankenberg ist ein erfolgreiches Mittelstandsunternehmen - daher hat Gründer Wilfried Neuschäfer am Samstag beim "Großen Preis des Mittelstands" gewonnen. Neuschäfer Elektronik gehört zu den vier hessischen Finalisten.

„Es waren einige hochkarätige Firmen unter den 4555 nominierten Unternehmen“, sagte Wilfried Neuschäfer. „Wir sind sehr froh, dass wir den Preis nach Mittelhessen geholt haben.“ Seine Frau Filomena Rios ergänzt: „Wir hätten gar nicht mit dem Finalisten-Preis gerechnet. Wir waren einfach froh, dass wir die vorherigen Stufen geschafft haben und zu dem Ball nach Würzburg eingeladen wurden.“ Dort dann die große Überraschung als Wilfried Neuschäfer auf die Bühne gerufen wurde – zusammen mit den weiteren drei hessischen Preisträgern „LY“ aus Michelstadt, der Vollkornbäckerei Kaiser aus Mainz-Kastell und Eichler-Kammerer aus Büttelborn.

Neuschäfer Elektronik beschäftigt in beiden zugehörigen Werken rund 100 Mitarbeiter. In der Siegener Straße produzieren die Angestellten seit einer großen Umstrukturierung im Jahr 2012 und großen Investitionen im Bereich von mehr als sieben Millionen Euro vorwiegend elektronische Kontaktteile. „In jedem Airbus sind mehrere unserer Teile verbaut“, erklärt Rios. Etwa in den Controllern, in der Technik der Beleuchtung und der Sauerstoffmasken.

„Heute beliefert die Neuschäfer Elektronik GmbH marktführende Unternehmen in der Elektronikindustrie mit ihren Produkten. Der Vertrieb hat es geschafft, jedes Jahr über 50 neue Kunden zu gewinnen“, heißt es in der Laudatio, die bei der Preisverleihung am Samstag gehalten wurde. Derzeit habe das Unternehmen sieben Patente zur flexiblen Verbindung von Leiterplatten und produziert auf einer Fläche von mehr als 10000 Quadratmetern.

„Für die Jury sind eine nachhaltige Entwicklung, die Verwurzelung mit der Region und die Umsatzentwicklung entscheidend“, erklärte Wirtschaftsförderer Johannes Haupt. „One-Hit-Wonder werden nicht ausgezeichnet. Denn es geht nicht um den meisten Umsatz oder die meisten Mitarbeiter.“ Spannend sei aber, dass Neuschäfer Elektronik auch vor Ort forsche und entwickle.

Das Unternehmen wurde bereits neun Mal für den „Großen Preis des Mittelstands“ nominiert. Mitgemacht hat die Firma aber zum ersten Mal. „Wir haben vorher die Unterlagen nie eingereicht“, sagte Neuschäfer. „Das war eine Zeitfrage, denn es ist sehr aufwändig, die vielen Fragen zu beantworten.“ Dieses Jahr sei die richtige Zeit für die Teilnahme gewesen.

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