Altenlotheim

"Durstis" Herz schlägt für Altenlotheim

- Frankenau-Altenlotheim (apa). Als die Ortsbeiräte in diesem Jahr um Vorschläge für den Preisträger des Frankenauer Rings gebeten wurden, kam die schnellste Antwort aus Altenlotheim. Und noch nie entschied die Jury, bestehend aus Ältestenrat und Magistrat, so schnell einstimmig über den Preisträger, berichtete Stadtverordnetenvorsteher Thomas Scheerer: Christian Durstewitz sollte den Wanderpreis für das nächste Jahr erhalten.

Bürgermeister Björn Brede übergab den Preis am Freitagabend im Rahmen der Stadtverordnetensitzung, zu der Christian Durstewitz mit seiner Mutter und seinen Großeltern gekommen war. Brede blickte in seiner Laudatio auf das aufregende Jahr zurück, dass der Sänger erlebt hatte: Der Altenlotheimer war im Wettbewerb „Unser Star für Oslo“ bis auf den dritten Platz gestürmt und hatte – teils mit eigenen Liedern – für Aufsehen gesorgt. Auch, wenn es mit der Teilnahme am Eurovision Song Contest nicht geklappt hat, war die Fernsehsendung sein Karrieresprungbrett: Mittlerweile ist Christian bei Universal Music unter Vertrag, hat ein Album und sein erstes Video veröffentlicht. In all dem Trubel hat sich Christian immer zu seinem Heimatdorf bekannt. „Die Menschen haben sich gefreut, dass er an Altenlotheim festhält“, betonte Brede. Der Bürgermeister beglückwünschte Christian zu einem erfolgreichen und aufregenden Jahr. „Deine Heimat bleibt dir treu, wir stehen hinter dir“, sagte er. Christian Durstewitz bedankte sich für den Preis und berichtete, dass ihn der Borkener Bürgermeister vor Kurzem gefragt habe, ob er denn im Herzen Altenlotheimer oder Fritzlarer sei. Schließlich ist Christian erst mit neun Jahren nach Altenlotheim gezogen. Der junge Sänger erinnerte sich an die erste Zeit im Frankenauer Stadtteil. Er erzählte davon, dass er von seinen neuen Spielkameraden zum Spielen eingeladen wurde und die erstaunt waren, als er mit seinem Gameboy hinzukam. „Ich hätte besser einen Trecker dabeigehabt“, schmunzelte er. In Altenlotheim habe er gelernt, die Leute auf der Straße zu grüßen – das mache er heute auch in Berlin. „Die Leute da denken, ich wäre bekloppt“, erzählte er. Christian bedankte sich für die Unterstützung der Altenlotheimer. „Wo es Lob gibt, gibt es auch Kritik und wo es Fans gibt, gibt es auch Neider“, sagte er. „Ich musste oft genau aufpassen, was ich sage. Aber ich wusste: Egal was ich mache, es gibt ein Dörfchen, das mich unterstützt. Das war mir immer wichtig“. Für ihn sei das Dorf ein ruhiges und unberührtes Fleckchen in der Businesswelt. „Und da kann ich sein, wie ich möchte“, sagte er dankbar. Und um die Frage des Borkener Bürgermeisters zu beantworten – „mein Herz schlägt für Altenlotheim“.

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