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Ederauenpark für Frankenberger Wehrweide geplant

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Von: Thomas Hoffmeister

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Mit einem Plan für einen Teil des Ederauenparks: (von rechts) Landrat Jürgen van der Horst, Bürgermeister Rüdiger Heß, Ralf Enderlein vom Fachdienst Umwelt der Kreisverwaltung und Karsten Dittmar, Bauamtsleiter der Stadt Frankenberg.
Mit einem Plan für einen Teil des Ederauenparks: (von rechts) Landrat Jürgen van der Horst, Bürgermeister Rüdiger Heß, Ralf Enderlein vom Fachdienst Umwelt der Kreisverwaltung und Karsten Dittmar, Bauamtsleiter der Stadt Frankenberg. © Thomas Hoffmeister

Ehrgeizige Pläne hat die Stadt Frankenberg für die Große und Kleine Wehrweide: Zwischen Wilhelmstraße und Röddenauer Straße soll in den nächsten Jahren der Ederauenpark entstehen, der touristische Akzente setzt, aber auch den Anforderungen des Natur- und Hochwasserschutzes gerecht wird.

Frankenberg - Nach einiger Vorlaufzeit haben Landrat Jürgen van der Horst und Ralf Enderlein, Leiter des Fachdienstes Umwelt und Klimaschutz beim Landkreis, eine Genehmigungsurkunde für das Projekt an Bürgermeister Rüdiger Heß und Bauamtsleiter Karsten Dittmar übergeben.

Es geht um die Fläche, die eigentlich für die Landesgartenschau vorgesehen war, aber nach den Worten des Frankenberger Bürgermeisters derzeit praktisch nur für die Tierschau beim Pfingstmarkt genutzt wird.

Für Kinder: Schiff und eine Himmelsschaukel

Zusätzlich zu der bereits neu errichteten Holzbrücke sollen sechs weitere Brückenbauwerke entstehen – eine noch in diesem Herbst. Analog zur neu gestalteten Uferstraße soll es Erlebnisbereiche zum Spielen für Kinder geben. Zum Beispiel ein Schiff auf einem kleinen See oder eine „Himmelsschaukel“, die an Ketten aufgehängt wird. Von der Uferstraße zur Großen Wehrweide soll es künftig eine Art Fähre geben, die mit Muskelkraft bewegt werden kann.

Ganz wichtig ist den Planern, dass Fußgänger und Radfahrer künftig vom Ederdorf sicher in die Innenstadt gelangen können. „Etwa 40 Prozent der Frankenberger Bevölkerung wohnt im Ederdorf“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß.

Sicherer Zugang vom Ederdorf

Für den sicheren Zugang sollen Geh- und Radwege, aber auch eine große Brücke gebaut werden, die in Höhe der Zufahrt zum Krankenhaus über die Eder führen wird. Bauamtsleiter Karsten Dittmar erläuterte, dass für die Fische in der Eder ein Umgehungsgerinne gebaut wird. Statt einer Fischtreppe aus Beton ein mäandrierender, parallel zur Eder verlaufender Flusslauf. Eine weitere Brücke über die Eder sei in Richtung Schreufa geplant.

„Die Stadt Frankenberg hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt“, stellte Landrat van der Horst anerkennend fest. Er sprach von einer „klugen und zukunftsorientierten Planung“ für die Ederaue, die als „Blaupause“ auch für andere Kommunen dienen könne.

Ralf Enderlein vom Fachdienst Umwelt der Kreisverwaltung wies darauf hin, dass es sich bei der Ederaue um einen „hochsensiblen Bereich“ handle. Mit aufwändigen Berechnungen und 2-D-Modellen habe man die Auswirkungen der künftigen Brücken auf den Hochwasserschutz untersucht. „Es wird keine zusätzlichen negativen Auswirkungen geben“, versprach Enderlein.

Kosten noch offen

Es handle sich um acht Einzelprojekte, deren Gesamtkosten man noch nicht beziffern könne, sagte Bauamtsleiter Karsten Dittmar auf Nachfrage.  

Von Thomas Hoffmeister

Auf der Großen Wehrweide in Frankenberg soll ein Ederauenpark entstehen. Auf dem Gelände findet beim Pfingstmarkt immer die Tierschau statt. Das
Auf der Großen Wehrweide in Frankenberg soll ein Ederauenpark entstehen. Auf dem Gelände findet beim Pfingstmarkt immer die Tierschau statt. © Jörg Paulus

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