Ederbergland-Touristik: Allendorf bleibt im Boot

Die Gemeinde Allendorf bleibt noch doch Mitglied der Ederbergland-Touristik, beschränkt ihren jährlichen Beitrag jedoch auf 5000 Euro.

Allendorf/Battenberg. Die Gemeinde Allendorf bleibt nun doch zahlendes Mitglied der Ederbergland-Touristik, die die Region touristisch vermarktet. Im Frühjahr hatte Allendorf seine Mitgliedschaft vorsorglich gekündigt mit der Begründung, dass es „kein einziges Hotelbett“ im Gemeindegebiet gebe. In finanziell schwierigen Zeiten wollte die Industriegemeinde damit jährlich rund 11 000 Euro sparen (HNA berichtete).

Für Personal-, Sach- und Betriebskosten der Ederbergland-Touristik fallen pro Jahr etwa 110 000 Euro an. Dieses Summe wird zu 10 Prozent aus Mitgliedsbeiträgen der touristischen Unternehmen aufgebracht. Das Gros der Kosten (90 Prozent) tragen jedoch die Kommunen Frankenberg, Battenberg, Allendorf, Hatzfeld und Bromskirchen. Für die Kostenverteilung der Kommunen untereinander gibt es einen Schlüssel: Frankenberg übernahm bisher 50 Prozent, Battenberg 25, Allendorf 10, Bromskirchen 8 und Hatzfeld 7 Prozent.

Nach Bekanntwerden der Allendorfer Kündigung hatte Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß angekündigt, über „andere Organisationsmodelle“ der Ederbergland-Touristik nachzudenken.

Konkret soll das nun so aussehen, dass die Angestellten des jetzigen Vereins Ederbergland-Touristik künftig bei der Stadt Frankenberg beschäftigt werden und auch die Abwicklung der Sach- und Betriebskosten über den Frankenberger Haushalt erfolgt. Durch diesen „Trick“ fällt keine Umsatzsteuer mehr an.

In Verhandlungen mit der Gemeinde Allendorf wurde folgender Kompromiss erzielt: die Industriegemeinde bleibt Mitglied der Ederbergland-Touristik - unter der Voraussetzung, dass die jährlichen Beiträge 5000 Euro nicht übersteigen. „Um nicht komplett aus der Solidargemeinschaft der Ederbergland-Kommunen auszuscheren, aber gleichzeitig auch das Sparziel zu erreichen, wurde dieser Kompromiss gefunden“, sagte Bürgermeister Junghenn der HNA. Bisher hatte Allendorf 11 000 Euro pro Jahr bezahlt. Den Differenzbetrag wollen die übrigen Mitgliedkommunen nun unter sich aufteilen. (off)

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Quelle: HNA

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