Stadt erklärt, warum sie die Halle vermietet hat

Ederberglandhalle in Frankenberg: DGB kritisiert Vermietung an AfD

In der Ederberglandhalle: Albrecht Glaser sprach vor rund 45 Zuhörern in Frankenberg.

Frankenberg. Bei seiner Kundgebung am Montagabend an der Ederberglandhalle in Frankenberg hat der Deutsche Gewerkschaftsbund Nordhessen auch kritisiert, dass die Stadt Frankenberg die Halle überhaupt an die AfD vermietet hat. 

In der Ederberglandhalle fand am Montagabend eine Versammlung des AfD-Bundestagsabgeordneten Albrecht Glaser statt. Er hielt dort vor etwa 45 Gästen seinen "Bericht aus Berlin". 

„Es kann nicht sein, dass eine Halle, die mit Steuermitteln finanziert wird, von einer Partei genutzt wird, die gegen die Demokratie ist. Auf der einen Seite ist die AfD gegen den Staat, auf der anderen Seite nutzt sie ihn aus“, sagte DGB-Kreisvorsitzender Gerhard Geitz gegenüber der HNA.

Carsten Buch, Ordnungsamtsleiter der Stadt, erklärte dazu: „Die AfD ist eine legitimierte Partei im Bundestag. Ich wüsste nicht, dass es da ein Verbot gibt. Wir müssen gleiches Recht für alle gelten lassen. Die Halle war zu dem Termin frei, und es gab aus unserer Sicht keinen triftigen Grund, der dagegen gesprochen hat.“ 

Die Stadtverwaltung habe aber intern geprüft, ob die Vermietung an die AfD zulässig sei oder nicht, berichtete Buch. „Wir sind da mit Vorsicht und Bedacht rangegangen.“ Er und sein Kollege Reiner Grün waren am Montagabend selbst vor Ort, „um zu schauen, dass beide Seiten ihr Ding durchziehen können“, sagte Buch. 

Die Kundgebung störe ihn nicht, solange sie friedlich bleibe, sagte Albrecht Glaser in der Halle. Bei einer anderen AfD-Aktion habe er schon mal Personenschutz gebraucht; sein Haus bekomme Objektschutz, berichtet er.

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