Pegel sinkt weiter

Edersee: Ab Ende August nur noch Mindestabgabe

Edersee. Der Ederseepegel sinkt weiter. Am Donnerstag wies die Talsperre gerade noch einen Füllungsgrad von 42,4 Prozent auf.

In Zahlen: der 199,3 Millionen Kubikmeter fassende See war noch mit 84,4 Millionen Kubikmetern gefüllt. Das entspricht einem Wasserstand von 13,26 Metern unter Vollstau.

Am Donnerstag flossen 4,8 Kubikmeter pro Sekunde in den See, gleichzeitig wurden 25 Kubikmeter abgegeben. Prognose des Amtes: Bleiben die Niederschläge weiterhin aus, werden 40 Millionen Inhalt in Laufe der 35. Kalenderwoche (ab 24. August) unterschritten. Das bedeutet: Die Niedrigwasseraufhöhung der Oberweser wird beendet und der Ablauf auf die Mindesabgabe von sechs Kubik pro Sekunde reduziert.

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Die Anliegergemeinden an Eder- und Diemelsee formieren sich derzeit, um eine Interessengemeinschaft Edersee/Diemelsee ins Leben zu rufen. Am Montag trafen sich dazu die Bürgermeister aus Vöhl, Edertal, Waldeck, Fritzlar und Bad Wildungen sowie die Touristikleiterin der Gemeinde Diemelsee auf Initiative des Bad Wildunger Bürgermeisters Volker Zimmermann. Noch ist die Gründung der IG formell nicht vollzogen. „Wir prüfen derzeit noch einige Aspekte, die bisher keine Rolle gespielt haben“, sagte Zimmermann auf HNA-Anfrage.

„Mit Erstaunen“ hat der Wildunger Rathauschef die Entwicklung des Wasserstandes am Edersee verfolgt. „Im Frühjahr war der See rappelvoll“, sagte er. Doch dann sei das Wasser massiv abgelassen worden. Und dies, obwohl die Firma Richter, für deren Schwertransporte immer wieder Zuschusswasser aus dem Edersee benötigt wurde, nicht mehr produziere. Er vermutet einen Zusammenhanmg mit der Verdünnung der Kalilauge oder auch der touristischen Schifffahrt auf der Oberweser.

Und noch eine interessante Beobachtung hat er gemacht. Der Parkplatz der Freizeitanlage Heloponte ist voll mit holländischen Autos. Zimmermann: „Einige holländische Besucher haben erzählt, dass es bei dem Wasserstand keinen Spaß mehr macht, im Edersee zu baden.“ (sch)

Quelle: HNA

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