Künstlerin zeigt Schönheit in Öl und Aquarell

Katalog mit Gemälden: Der Edersee in vielen Facetten

Die Künstlerin: Brigitte Meister-Loth vor ihrem großformatigen Ölbild der Sperrmauer. Das hat sie gegenüber einer Abbildung in einem Katalog ihrer schönsten Werke noch einmal farblich überarbeitet. Foto:  Schade

Edersee. Ein putziger Waschbär, Segelboote in der blutroten Abendsonne, ein Blick auf das gewaltige Sperrmauerbauwerk: In einem eindrucksvollen Bilderzyklus hat Malerin Brigitte Meister-Loth Motive rund um den Edersee in Öl und Aquarell festgehalten.

„Ich möchte Leute ansprechen und auf die Schönheit dieser Region aufmerksam machen“, sagt die Wahl-Bringhäuserin. Einen Eindruck vom Schaffen der Künstlerin können sich Besucher derzeit in einer Ausstellung in Nicos Fischerhütte im Rehbach verschaffen.

Der Edersee ist Brigitte Meister-Loth seit der Kindheit zur zweiten Heimat geworden. Schon ihre Eltern hatten einen Wohnwagen in Bringhausen, sie selbst ging in Waldeck zur Schule. Sie studierte Deutsch, Kunst und Sport und leitete bis zur Pensionierung eine Schule für Sprach-, Hör- und Sehbehinderte in Kassel.

Den Kontakt zum Edersee hat sie auch in all diesen Jahren nicht verloren. Seit mehr als 30 Jahren verbringt sie quasi jede freie Minute vor allem in den Sommermonaten in ihrem Feriendomizil in Bringhausen.

Die Malerei hat Brigitte Meister-Loth schon immer im Blut gelegen. „Doch als Lehrer hat man leider zu wenig Möglichkeiten, sich zu entfalten“, sagt sie. Nach der Pensionierung begann sie ein Kunststudium bei Elmar Kuhnert in Kassel und widmet sich seitdem intensiv der Malerei.

Ihre Streifzüge um den See, das Wasser, das sie als passionierte Seglerin nutzt, und auch der Nationalpark inspirieren sie immer wieder zu neuen Werken. Statt mit Pinsel, Farbe und Staffelei durch die Gegend zu ziehen, hält sie interessante Motive zunächst mit einer kleinen Kamera fest und nutzt die Bilder als Vorlage für ihre Werke.

Unzählige Werke sind so entstanden - Werke, in denen stets der persönliche Bezug zu spüren ist. „Die Motive müssen mir etwas bedeuten“, hat sie einmal gesagt. So entstanden vor allem Landschaftsbilder aus dem schier unerschöpflichen Reservoir der Ederseeregion. Und selbst nach den vielen Jahren gelingt es der Malerin, immer wieder etwas Neues zu entdecken und in Öl oder Aquarell umzusetzen. Ganz besonders gefreut hat es sie, dass sich im vergangenen Jahr die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung entschied, das Titelblatt ihrer Festschrift zum 100-jährigen Bestehen des Edersees mit einem ihrer Aquarelle zu zieren: ein Blick auf die Staumauer.

Doch längst hat sie ihr malerisches Spektrum auch erweitert, hat die Familie beim Skilaufen in Lech festgehalten, hat verschiedene Motive mit passenden Gedichten zum Beispiel von Morgenstern ergänzt oder Tiere in freier Natur auf ihren Bildern verewigt. „Tiere zu malen, ist eine schwierige Aufgabe“, sagt sie. „Das ist wie bei Porträts, der Ausdruck muss stimmen.“

Die Malerin freut sich, wenn sie das eine oder andere Bild verkaufen kann. „Leben kann man davon natürlich nicht, es ist einfach eine schöne Freizeitbeschäftigung.“

Quelle: HNA

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