Literarischer Frühling in Frankenberg

Edertalschüler bewerten Stephan Thomes Lesung

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Frankenberg - Der Literarische Frühling im Frankenberger Land begeisterte nicht nur Literatur-Fans. Auch Schüler haben an verschiedenen Projekten teilgenommen. Die Lesung des Biedenkopfer Autors Stephan Thome etwa besuchten Schüler der Edertalschule. Ihre Eindrücke schildern Jenny Naumann, Eva Beil, Liane Bergener.

„Die Lesung war eine neue und zugleich schöne Art, um ein anderes Buch kennenzulernen.“ Diesen Eindruck von Sarah Battenfeld teilten nach Stephans Thomes Autorenlesung im Hotel „Sonne“ viele der anwesenden Schüler der Orientierungs- und Leistungskurse Deutsch der Edertalschule in Frankenberg am 20. März.

Alle gewannen einen sehr sympathischen Eindruck von Stephan Thome. Auch waren wie Naomi Bitter viele fasziniert, wie Thome der Lesung durch seine menschliche und ehrliche Art Persönlichkeit verlieh: „Auch wenn er erfolgreich ist, ist er nicht 'abgehoben'. Sein Lebenslauf war sehr gut erklärt und persönlich“. Des Weiteren fand Viviana Moro „seine Lebensgeschichte sehr interessant, die einen guten Eindruck darüber vermittelte, wie schwer es sein kann, ein bekannter Schriftsteller zu werden“. Sein Werdegang und sein Weg zum Schriftsteller waren die Hauptthemen der Lesung.

Es beeindruckte die Schüler, wie hartnäckig Stephan Thome trotz vieler Enttäuschungen immer weiter Zeit in neue Bücher steckte, bis sich endlich der erste Erfolg durch den Roman „Grenzgang“ einstellte und auch das erste Geld bei ihm ankam. So wie Ria Koge fanden viele Schüler, dass die Themen gute Möglichkeiten zu vielen interessanten Fragen boten, die Thome locker und offen beantwortete: „Mir hat gut gefallen, dass es die Möglichkeit gab, Fragen zu stellen, auf die er souverän reagierte.“ Katrin Koller beschreibt einen weiteren Eindruck. „Ich fand es sehr interessant, als er hinterher erklärt hat, wie so ein Buch entsteht und welche Vorarbeit dazu nötig ist. Die Fragen der Schüler hat er sehr offen beantwortet.“

Auch die Lesung aus seinem Bestsellerroman „Grenzgang“ kam bei den Schülern gut an. „Dadurch, dass der Autor Stephan Thome selbst aus seinem Werk vorgelesen hat, hatte man gleich einen anderen Eindruck von diesem Buch, als wenn man sich bestimmte Seiten beim Durchblättern nur selber durchgelesen hätte, da er mit seiner Stimme und der Geschwindigkeit beim Vorlesen gespielt hat“, sagte Sarah Battemfeld. Jenny Naumann fand außerdem: „Interessant war die Lesung auch, weil Biedenkopf hier in der Nähe liegt und man den Ort kennt. Deswegen fand ich es auch spannend, als er erzählt hat, wie die Reaktionen auf das Buch in Biedenkopf waren.“Persönlichkeit zeigte der Autor auch durch die Lesung aus „Der Fänger im Roggen“ von J. D. Salinger, mit dessen Hauptfigur er sich als Jugendlicher gut identifizieren konnte. „Es hat ihn angesprochen, da er seine Erfahrungen und Erlebnisse auf das Buch beziehen konnte. Hierdurch lernte Thome, dass ein Buch erst dann gut ist, wenn man danach so viel Erzählbedarf hat, dass man sich am liebsten mit dem Autor oder einer Figur unterhalten würde.“ Dieser Eindruck ist Cara Becker im Gedächtnis geblieben. Viele Schüler waren jedoch der Meinung, dass durch diese Lesung von Stephan Thomes eigenem Roman abgelenkt wurde, gerade durch die eigene Begeisterung des Autors über „Der Fänger im Roggen“. Liane Bergener war der Meinung, dass „Grenzgang“ trotzdem „sehr gut und interessant vorgestellt wurde. Gerade deswegen ist es schade, dass er nicht auch noch aus seinem aktuellen Roman ‚Fliehkräfte‘ vorlas.“

Man muss sagen, dass die Lesung, auch dank dem Hotel „Sonne“, eine sehr gute Atmosphäre hatte. Auch die Organisation über eine Moderatorin, die das Gespräch durch gut gestellte Fragen lenkte, erwies sich als hilfreich. Noch besser wäre es jedoch gewesen, wenn sie Thome auch immer hätte ausreden lassen. Wie Jannik Becker fanden insgesamt aber viele, „dass es ein gelungener und weiterzuempfehlender Aufritt war.“ Eva Beil fasste das Ganze so zusammen: „Man hätte Stephan Thome noch stundenlang zuhören können!“

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