Frankenberg

Edertalschule: 300 Abiturienten in 2014

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- Frankenberg (jos). Immer neue Höchstwerte bei den Schülerzahlen vermeldet das Frankenberger Gymnasium zwar bereits seit einigen Jahren. Der Doppel-Jahrgang, der nach den Ferien zustande kommt, sprengt jedoch alle Rekorde: 300 Schüler werden in den nächsten drei Jahren auf das Abitur 2014 vorbereitet.

Die Ursache für den Doppel-Jahrgang liegt in der vom Land Hessen verordneten Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre (G8). Durch den Übergang von G9 auf G8 treffen in diesem Sommer an der Edertalschule zwei Jahrgänge aufeinander: Die Jahrgangsstufen neun und zehn, die nach den Ferien beide gleichzeitig aus dem in der Mittelstufe üblichen Klassenverbund in das Kurssystem der Oberstufe wechseln. „Künftig werden bei uns alle Schüler schon nach der neunten Klasse drei Jahre lang im Kurssystem der Oberstufe unterrichtet“, erklärt Schulleiter Winfried Deichsel.

Der Doppel-Jahrgang bedeutet für die Schule einige organisatorische Hürden. Die meisten Probleme seien aber gelöst, betont Deichsel. Sorge bereitet ihm allerdings die Frage, wie im Jahr 2014 die mündlichen Abiturprüfungen ablaufen sollen. Jeder Abiturient muss zweimal vor einen Prüfungsausschuss treten. Insgesamt 600 mündliche Prüfungen abzunehmen – diese Mammut-Aufgabe sei für das Kollegium fast unmöglich zu stemmen. Deichsel indes wird 2014 nicht mehr die Verantwortung tragen: Er geht nächstes Jahr in den Ruhestand.

Der erste Stundenplan für die neue Doppel-Jahrgangsstufe ist derweil bereits fertig. Ist es denn jetzt die Jahrgangsstufe zehn oder elf? „Das ist schwierig, wir sprechen nur von Einführungsphase.“ In Zukunft werde das erste Jahr in der Oberstufe Jahrgangsstufe zehn heißen. „Wenn wir jetzt von Jahrgangsstufe zehn sprechen würden, dann würden sich die 10er ein Jahr zurückgesetzt fühlen“, erklärt der Schulleiter. Zwei Jahre in der Jahrgangsstufe zehn werden allerdings künftig alle Schüler verbringen, die vom Gymnasialzweig der Battenberger Gesamtschule auf das Gymnasium nach Frankenberg wechseln. „Das war von den Eltern und der Schulleitung dort so gewollt“, berichtet Deichsel.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 21. Juli

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