Antrag an Kultusministerium gestellt · „Schüler differenziert nach Leistungsvermögen unterrichten“

Edertalschule will Schulversuch mit G8 und G9

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Acht- und neunjährige Gymnasialzeit, beides soll an der Edertalschule möglich werden. Foto: Archiv

Frankenberg - Die Entscheidung ist gefallen. Die Eltern von 18 Schülerinnen und Schülern der aktuellen Jahrgangsstufe sechs haben sich verbindlich bereit erklärt, ihre Kinder für eine G8-Klasse anzumelden. Damit ist die Voraussetzung für eine Beantragung der Aufnahme in den sogenannten Schulversuch mit einem parallelen G8- und G9-Zweig geschaffen.

Neben der einen G8-Klasse haben alle anderen Kinder der Jahrgangsstufe somit - dem Elternwunsch entsprechend - die Möglichkeit, ab dem kommenden Schuljahr eine G9-Klasse zu besuchen. Dies teilte Studiendirektor Stefan Hermes gestern der FZ mit.

Gleiches gilt für den aktuellen Jahrgang fünf sowie für die nächsten Fünftklässler. Das Konzept des Schulversuchs sieht auch dort vor, dass mindestens eine G8-Klasse gebildet wird und daneben ein G9-Zweig existiert. Die Schülerinnen und Schüler werden zunächst zwei Jahre gemeinsam unterrichtet, bevor eine Aufteilung in G8 und G9 vorgenommen wird. Die zweite Fremdsprache setzt nach wie vor in der Jahrgangsstufe sechs ein, ist allerdings dort noch nicht versetzungsrelevant.

„Die Eltern der jetzigen sowie der kommenden Jahrgangsstufe fünf werden rechtzeitig informiert und nach ihren Wünschen hinsichtlich G8 oder G9 befragt werden“, kündigte der Schulleiter an. Das Kultusministerium muss dem Antrag der Edertalschule noch zustimmen. Die Schulleitung sei jedoch sehr optimistisch, dass dies geschehe, erklärte Hermes. Nach Bewilligung des Antrages werde die Schulleitung umgehend Gespräche mit den Fachschaften über die konkrete Ausgestaltung der Stundentafel gemäß den Vorgaben des Hessischen Kultusministeriums sowie der Kultusministerkonferenz aufnehmen. Zudem werde es darum gehen, Lehrerteams für die entsprechenden Klassen zusammenzustellen.

Der Entscheidung für den Schulversuch waren diverse Informationsveranstaltungen und intensive Diskussionen auf allen schulischen Ebenen sowie schließlich Abstimmungen aller schulischen Gremien vorausgegangen (FZ berichtete mehrfach). „Die Schulleitung der Edertalschule freut sich über das abschließende Ergebnis, das es ermöglicht, Schülerinnen und Schüler differenziert nach ihrem Leistungsvermögen, ihren Neigungen und Interessen zu unterrichten“, hieß es gestern von der Edertalschule. (r)

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