Öko-Strom in Allendorf

Ederwehr soll „grünen Strom“ liefern

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Allendorf-Rennertehausen - Das 1872 gebaute Ederwehr nahe Rennertehausen soll künftig zur Stromerzeugung genutzt werden. Das ist der Plan des Wasser- und Bodenber

Ursprünglich diente das Wehr dazu, die Bewässerungsgräben in den Feldern rund ums Dorf zu füllen. Seit 25 Jahren hat es diese Funktion verloren, Stunde für Stunde strömt Wasserenergie ungenutzt über die Wehrkrone. Der Wasser- und Bodenverband will deshalb das Wehr für den Bau eines Wasserkraftwerkes zur Stromerzeugung zu Verfügung stellen.

Die erforderlichen Gespräche mit der Gemeinde Allendorf, der oberen Naturschutzbehörde in Kassel und der oberen Fischereibehörde Kassel seien bereits geführt worden, berichtet der Verbandsvorsitzende Frank Hofmann. Die Behörden haben ihre Zustimmung signalisiert. Der Verband selbst könne aus eigenen Mitteln aber keine Anlage bauen und ist auf Investoren angewiesen, die dieses Projekt übernehmen und finanzieren. Laut Hofmann gibt es Interessenten, die Suche nach potenziellen Investoren gehe aber weiter.

Der Verband wolle sein Wehr langfristig verpachten und mit den Einnahmen den Wasser- und Bodenverband am Leben erhalten, erklärte Hofmann. Geplant sei, den „grünen Strom vom Ederwehr“ mit Wasserkraftschnecken zu erzeugen, da diese Bauart auch von den Genehmigungsbehörden favorisiert würden. Die Kosten hat ein Hersteller auf inklusive Schaltanlage, Schieber, Rechen und Bau auf etwa 140 000 Euro beziffert. Hinzu kommt der elektrische Anschluss zur Einspeisung des gewonnenen Stroms.

Im Gegensatz zu Windrädern und Solaranlagen stehe der Energieträger Wasser, wenn auch mit unterschiedlichen Durchflussmengen, immer zu Verfügung, weist Frank Hofmann auf einen Vorteil hin. Auch eine Voraussetzung für Laufwasserkraftwerke an Flusswehren, eine Fischtreppe, sei am Rennertehäuser Wehr schon vorhanden. (wi )

Mögliche Investoren können sich melden bei Frank Hofmann, Telefon 06451/2405270, oder Erich Krafthöfer, Telefon 06452/1809.

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