Am 4. Mai

Ein Dorf macht sich seine Kneipe: Besondere Gaststätte in Röddenau wird eröffnet

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Prost auf die neue Dorfkneipe: Auf die Einweihung in rund acht Wochen freuen sich bereits die Vorstandsmitglieder des Fördervereins, (von links) Andreas Naumann, Helmut Buchbach, Sabine Debus, Tanja Gaydos, Vorsitzender Jens Bornscheuer, Hartmut Finger und Busso Herlemann. 

Röddenau. Das Projekt ist auf der Zielgeraden, der Förderverein der Dorfgemeinschaft Röddenau hat der Gastronomie im örtlichen Dorfgemeinschaftshaus neues Leben eingehaucht.

Nach monatelangen Planungen und mehr als einjährigem Umbau soll am Freitag, 4. Mai, die neue Gaststätte „R11 – Dorfkneipe und Café“ offiziell eingeweiht werden.

Das Besondere an der neuen Kneipe: Sie wird vom Vorstand und den 50 Mitgliedern des Vereins ehrenamtlich geführt, eventuelle Gewinne sollen an die örtlichen Vereine ausgeschüttet werden. Mit bereits feststehenden Gästen aus Vereinen und Kegelgruppen soll schon in dieser Woche ein Probebetrieb starten, berichtete Ortsvorsteher und Fördervereinsvorsitzender Jens Bornscheuer in der Jahreshauptversammlung.

Der Hintergrund der Arbeit des Fördervereins: Schon seit Ende 2014 gab es in Röddenau, dem mit 1700 Einwohnern größten Frankenberger Stadtteil, kein Kneipenleben mehr. Das sollte geändert werden.

Nach dem Umbau ist die lange Zeit verwaiste Gaststätte im DGH nun nicht wiederzuerkennen: Es wurde ein Spagat zwischen Kneipenatmosphäre und Café geschafft, die Räumlichkeiten sind offen und hell, modern und behaglich eingerichtet. „Wir wollten den bisherigen Kellercharakter der Kneipe wegbekommen“, erklärte der Frankenberger Planer Gerd Sturm.

Das ist gelungen: Auf 100 Quadratmetern stehen den Gästen an 16 Tischen nun insgesamt 85 Sitzplätze zur Verfügung. In den Sommermonaten soll es im Außenbereich der Kneipe auch einen Biergarten geben. „Die Arbeit hat sich gelohnt“, lauteten die ersten Kommentare der Vereinsmitglieder.

„Wir haben hier gemeinsam etwas auf die Beine gestellt, wir wollten hier einen neuen Treffpunkt für Vereine und Gäste schaffen“, freute sich Vorsitzender Jens Bornscheuer über das Vorzeigeprojekt, während an der neuen Theke bereits das erste frische Bier gezapft wurde. Dabei galt sein Dank allen Helfern und Unterstützern: „Für die neue Dorfkneipe wurden von den Ehrenamtlichen 300 Stunden in Planung und Organisation und mehr als 2000 Stunden Eigenleistung investiert.“

Die Investitionskosten für Umbau und Einrichtung bezifferte Kassenwart Andreas Naumann mit rund 155 000 Euro. Die Finanzierung setze sich aus einem Zuschuss aus dem Leader-Programm der EU in Höhe von 75 000 Euro, durch Spenden in Höhe von 5000 Euro, durch den Verkauf von Genussrechten in Höhe von 20 000 Euro und durch zwei Darlehen in Höhe von insgesamt 55 000 Euro zusammen, so Naumann.

Die wichtigste Aussage des Finanzchefs: „Es ist zu keinerlei Überschreitungen der Baukosten gekommen.“ Bis auf einige kleine Restarbeiten sei alles fertiggestellt, stellte Jens Bornscheuer fest. Demnächst sollen eine E-Bike-Tankstelle und ein Fahrradständer errichtet werden. Für die Zukunft suche der Verein auch noch weitere Wirte und Helfer.

Quelle: HNA

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