Bürgermeisterkandidat Eckhard Wenzel (SPD) stellt sein Wahlprogramm vor

„Ein Diener derer, die gewählt haben“

Hatzfeld - Seit mehr als 30 Jahren ist Eckhard Wenzel ehrenamtlich in Vereinen und Einrichtungen tätig. Das und die Freude an der Gestaltung der Zukunft unserer Stadt“ haben ihn bewogen, für das Hatzfelder Bürgermeisteramt zu kandidieren.

Bei seinen Tätigkeiten „standen und stehen die Themen Zusammenarbeit, Offenheit und Vertrauen immer im Mittelpunkt meiner Arbeit“, sagte Eckhard Wenzel bei der Vorstellung seines Wahlprogramms.

Die Konsolidierung des städtischen Haushaltes ist für ihn die wichtigste Aufgabe. „Die finanzielle Schieflage resultiert zum Großteil aus den Mechanismen des Finanzausgleiches und belastet sehr viele Kommunen.“ Beim Sparen sei es gefährlich. „mit dem Brecheisen hier vorzugehen“. „Die vielen Aufgaben die von außen auf die Stadt übertragen wurden, haben letztlich die finanzielle Not mit verursacht.“ Es gelte, durch vorausschauende Planung die Mittel richtig einzusetzen, um die Pflichtaufgaben zu erfüllen und weiterhin das Leben in Hatzfeld lebenswert zu gestalten. „Abgaben und Gebühren müssen so gestaltet werden, dass sie auch bezahlbar bleiben.“

Ein Anliegen ist auch die Förderung des Ehrenamtes in den Vereinen. Sie seien „die tragenden Säulen unserer Gesellschaft“ und bildeten das Bindeglied zwischen Alt und Jung. „Die Jugendarbeit ist ebenfalls eine wichtige Aufgabe.“ Jugendlichen bräuchten Treffpunkte zur Entwicklung und Festigung sozialer Kontakte. „Wichtig sind mir beispielsweise auch Schulungen und Weiterbildungen im Bereich der Drogenprävention“.

Die Einführung regelmäßiger Bürgersprechstunden in der Kernstadt sowie in allen Stadtteilen sollten ein Zeichen setzen, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und zu bleiben. „Ein Bürgermeister ist kein Mensch von einem anderen Stern, sondern auch Diener derer, die ihn gewählt haben. Er ist gut beraten wenn er auf die Belange und Anregungen der Mitbürger eingeht und sie versteht.“ So könnten Vertrauen geschaffen, gute Ideen erörtert und auch umgesetzt werden. Der Ausbau des Netzwerkes zur ambulanten Pflege Angehöriger ist ein weiterer Eckpunkt. „Der demographische Wandel ist schon spürbar. Hier gilt es mit den Trägern der ambulanten Pflege weiter zu kooperieren.“ Eine wichtige Rolle spielt dabei der Sozialverband VdK. Ein weiterer Kernpunkt sei der Ausbau der erneuerbaren Energien. „Wir müssen uns frei machen von fossilen Energieträgern.“ Die Bürgerenergiegenossenschaft sei ein erster Schritt. „Nahwärme, Photovoltaikanlagen, Erdwärme, aber auch der Bau von Windparkanlagen sind wesentliche Eckpunkte.“ Wenzel sprocht sich auch gegen das „Fracking“ im Oberen Edertal aus.

Weitere Synergien sieht er im Ausbau und der Intensivierung des kommunalen Dienstleitungsverbundes Oberes Edertal. „In der Grundsicherung der Daseinsfürsorge (Haus- und Zahnärztliche Versorgung, Apotheke...) sehe ich auch eine wichtige Aufgabe. Die Zeit ohne praktizierenden Arzt in Hatzfeld hat deutlich gezeigt wie schnell Grenzen erreicht sind.“

Sicherung und Ausbau des Betreuungsangebotes für Kita und Grundschule seien wichtig zum Erhalt und Steigerung der Attraktivität der Stadt für junge Familien. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist wichtiger denn je.“

Unterstützen möchte Wenzel die Ansiedlung von Gewerbebetrieben. „Es stehen genügend Flächen in den Gewerbegebieten in Hatzfeld und Reddighausen zur Verfügung. Die Werbung für diese Flächen ist mir ein Anliegen.“

Die Frankenberger Zeitung lädt zum Wahlforum ein, bei dem sich erstmals alle Kandidaten gemeinsam öffentlich vorstellen und zu aktuellen Fragen Rede und Antwort stehen. Es findet statt am Montag, 8. Oktober, ab 19.30 Uhr im Hatzfelder Bürgerhaus.

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