Patenschaft zwischen Stadt Hallenberg und vierter Kompanie feierlich besiegelt

"Eine bessere Basis kann es nicht geben"

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Im Oktober besiegelten die Stadt Hallenberg und die vierte Kompanie des EloKa-Bataillons die Patenschaft. Nun wurden auf dem Gelände der Burgwald-Kaserne das Stadtschild und die Stadtfahne übergeben (von links): Kompaniechef Daniel Spitzer, Bürgermeister Michael Kronauge, Bataillonskommandeur Holger Schmör und Kompaniefeldwebel Jan Weber.Foto: Treude

Hallenberg/Frankenberg - Wenn sich rund 50 Hallenberger Zivilisten auf den Weg in die Burgwald-Kaserne machen, muss das einen besonderen Hintergrund haben. Mit einem Fest und der Enthüllung des Ortsschildes wurde die Patenschaft zwischen der Kleinstadt und der vierten Kompanie gefeiert.

Hallenberg/Frankenberg. Seit einem halben Jahr ist Hallenberg offiziell Patenstadt der vierten Kompanie des Bataillons Elektronische Kampfführung 932 (EloKa) - und die Chemie scheint zu stimmen. Am Donnerstagabend wurden im Rahmen eines kleinen Festaktes vor dem Kompaniegebäude das Ortsschild enthüllt und die Stadtfahne gehisst. Dazu waren neben den Soldaten rund 50 Gäste aus Hallenberg angereist - vom Stadtrat bis zu Mitgliedern verschiedener Vereine.

„Lassen Sie uns diese Patenschaft mit Leben füllen, lassen Sie aus dieser Patenschaft eine echte Partnerschaft werden“, sagte Hallenbergs Bürgermeister Michael Kronauge. Er wies auf die zahlreichen Gemeinsamkeiten und Aktivitäten zwischen der Stadt und dem Bundeswehrstandort hin - etwa den Hochsauerlandmarsch in Liesen oder das Militärschießen in Hesborn, bei denen auch Frankenberger Soldaten vertreten sind. Seit 2000 fanden zudem vier öffentliche Gelöbnisse auf dem Hallenberger Marktplatz statt.

Rathaus-Chef als Bierzapfer

Kronauge hofft, dass die Patenschaft dabei helfen kann, das Bild der Bundeswehr in der Öffentlichkeit zu verbessern. Gegenseitige Besuche bei Festen und Veranstaltungen sollen dazu beitragen. An der Einweihung des Rathauses und am Hallenberger Schützenfest wollen die Frankenberger Soldaten teilnehmen. Denkbar ist auch ein Patenschaftsstag, der abwechselnd von den Paten Vöhl, Burgwald, Hallenberg und Frankenberg ausgerichtet werden könnte. Kronauge bietet aber auch seine Unterstützung an: „Wenn ihr mal Personal für einen Kompanieabend braucht: Auch der Bürgermeister und die Mitglieder des Stadtrates können Bier zapfen.“

Kompaniechef Daniel Spitzer hob die Bedeutung des Gemeinschaftsgefühls in der Bundeswehr hervor. Daher würde Hallenberg als Patenschaftsstadt gut zur vierten Kompanie passen: „Teamgeist, der sich in einem sehr großen freiwilligen Engagement in Vereinen zeigt und eine sehr herzliche Gastfreundschaft - eine bessere gemeinsame Basis für eine gute Patenschaft kann es wohl nicht geben.“

Der vierten Kompanie gehören gut 100 Soldaten an, davon sind vier Wehrdienstleistende. Ihr Aufgabengebiet ist vor allem die Fernmeldeaufklärung. Im Sommer geht es für einen Teil der Soldaten erneut nach Afghanistan. (tt)

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