Eine Nacht im Museum mit Kelten und Geistern

Einmal läuten: Als Zisterzienserin verkleidet ließ Ruth Piro-Klein (im Hintergrund) die Kinder die Halgehäuser Glocke aus dem Jahre 1502 läuten. Foto: Helmus

Frankenberg. Anders als in dem amerikanischen Film „Nachts im Museum“ erwachte im Frankenberger Museum nicht die Ritterrüstung zum Leben, und auch in der Modellstadt Frankenberg blieb alles beim alten.

Lediglich das Schlurfen vieler Schritte und die Lichtkegel einzelner Taschenlampen zauberten Freitagabend im ehemaligen Klostergebäude eine gespenstische Stimmung.

In der Dunkelheit der Gemäuer des ehemaligen Klosters St. Georgenberg brachte bei der „Nacht im Kreisheimatmuseum“ Museumsleiter Heiner Wittekindt, Mitarbeiter Hans Papenfuß und die Zweite Vorsitzende des Geschichtsvereins Ruth Piro-Klein den 19 Besuchern die Geschichte der Stadt nahe.

Als Zisterziensernonne verkleidet erklärte Ruth Piro-Klein Kindern und Erwachsenen die Räumlichkeiten des Klosters und den Orden. „Die Zisterzienser waren ein Schweigeorden. Auch das Essen lief schweigend ab“, erklärte sie im ehemaligen Refektorium, dem Speisesaal.

Anhand der Modellstadt wies Hans Papenfuß vor allem die kleinen Besucher auf die Tür des Rathauses hin: „Das Tor ist nicht mittig im Rathaus. Obwohl 1509 das Mittelalter aufhörte und die Neuzeit begann, waren die Menschen abergläubisch. Man glaubte, dass der Teufel nur durch eine Tür gehen könne, die mittig ist.“ Er wies darauf hin, dass der Teufel keine Hörner habe, sondern Beulen. Das liege daran, dass er sich den Kopf an den Türpfosten stoße. (yah)

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Quelle: HNA

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