Haina

Eine neue Holzhalle für Holzschnitzel

- Haina (da).Der LWV-Betrieb „Holz-Energie Haina“ baut eine weitere Halle, um Holzhackschnitzel zu lagern. Nach zwei Wochen Bauzeit wurde in der vergangenen Woche bereits Richtfest gefeiert.

Sie sieht eindrucksvoll aus, die neue Lagerhalle – nicht zuletzt wegen der mächtigen Douglasien-Stämme, die das Dach tragen. Auf dem alten Sportplatz bei Haina steht bereits eine Halle für Holzhackschnitzel, die zweite ist mit einer Länge von 39,5 mal 33 Metern und einer Höhe von etwa elf Metern noch größer. Der Bedarf ist da, erläutert Forstbetriebsdirektor Manfred Albus. Die „Holz-Energie Haina“ (HEH), die wie die Stiftungsforsten zum Landeswohlfahrtsverband gehört, beliefert vier Biomasseheizwerke mit nachwachsender Energie: Die Anlagen gehören zu Kliniken in Merxhausen, Haina und Marburg sowie zu einem Wohngebiet in Bad Wildungen, das von der Energie Waldeck-Frankenberg mit Nahwärme versorgt wird. Aus Wäldern der Region Die HEH stellt die Holzschnitzel aus eigenem, in heimischen Wäldern gewachsenem Holz her und kauft Hackschnitzel an –„wenn es wirtschaftlich sinnvoll ist“, erläutert Albus. Insgesamt ersetzt das von der HEH verkaufte Holz etwa 2,56 Millionen Liter Heizöl und spart 6,9 Millionen Kilogramm CO2 ein – allein 2,05 Millionen Kilogramm in Haina. Albus hat Wart darauf gelegt, dass die beiden Lagerhallen optisch zum Produkt passen – sprich: Sie sind aus Holz. Es stammt aus den heimischen ­Wäldern. Die Pfosten der neuen, etwa elf Meter hohen Halle sind entastete Douglasien-Stämme, die mit Wasserhochdruck ­entrindet wurden, ansonsten aber unbehandelt sind – ebenso wie das restliche verbaute Holz. Die verwendeten Douglasien seien widerstandsfähig gegen Pilze und Insekten und auch witterungsbeständig, erklärte Manfred Albus. Etwa 150 Jahre alt waren die Bäume. Die Pfosten stecken 1,65 Meter tief in Fundamenten. 17 Stämme ­tragen die Dachkonstruktion. Insgesamt sind 197 Kubikmeter Holz verbaut worden. Bislang lagerten Hackschnitzel, die nicht mehr in die bestehende Halle passten, auf dem Vorplatz. Das war auch im Winter kein Problem, weil in den Heizan­lagen – anders als zum Beispiel in Kaminöfen – auch nasses Holz verbrannt werden kann. Dennoch sei die Energieausbeute besser, wenn die Schnitzel nicht allzu feucht sind, sagt Albus. Beim Transport werden zudem Kraftstoffkosten gespart, weil trockene Holzschnitzel leichter sind als feuchte. Nach dem Richtfest soll schon in wenigen Wochen die Halle, deren Wände offen sind, fertiggestellt sein. Das Dach wird mit Trapezblechen gedeckt. Im nächsten Jahr werden dann die Hackschnitzel darin gelagert.

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