Der 20-jährige Stephan Naumann aus Röddenau lebt für elf Monate in Mexiko-Stadt

„Eine tolle Erfahrung“

Abenteuer in Mexiko: In Nordamerika besuchte der junge Röddenauer Stephan Naumann auch schon Teotihuacán, ein beeindruckendes Relikt der prähispanischen Kultur mit einer 90 Meter hohen Steinpyramide (im Hintergrund). Foto:  nh

Röddenau. Stephan Naumann ist ein Ausnahmetalent. Im Sommer machte er an der Edertalschule in Frankenberg sein Abitur – offiziell mit der Traumnote 1,0. In Wirklichkeit hat der inzwischen 20-Jährige aus dem Frankenberger Stadtteil Röddenau die Prüfungen noch besser absolviert – unter dem Strich mit 0,8. Damit war der ruhige und ausgeglichene junge Mann der Jahrgangsbeste 2013 am Frankenberger Gymnasium.

Aber anstatt nach dem Abitur zu studieren, begab sich Stephan Naumann erst einmal auf Abenteuertour. Anfang September flog er nach Mexiko-Stadt. Mit rund neun Millionen Einwohnern ist die Landeshauptstadt von Mexiko eine der dichtbesiedelsten Städte der Welt. Dort wohnt Stephan Naumann nun schon seit rund acht Wochen in einer WG – einer Wohngemeinschaft mit insgesamt sechs Bewohnern aufgeteilt auf drei Zimmer.

In Mexiko-Stadt erfüllt sich Stephan Naumann einen Traum: Für elf Monate arbeitet er dort an einem Straßenkinderprojekt mit: „Das finde ich spannender als nur rumzureisen. Man hat eine Aufgabe und übernimmt Verantwortung.“ An Mexiko-Stadt reizen ihn aber auch die Kultur und die Sprache. „Spanisch gefällt mir schon immer gut“, erzählt der junge Röddenauer.

Knapp zwei Monate ist Stephan Naumann nun schon in Nordamerika. Und eines ist ihm schon in dieser kurzen Zeit klar geworden: Er wird in seinem ganzen Leben nie wieder über deutsche Bürokratie schimpfen. Denn zu gut musste der frühere Edertalschüler am eigenen Leib die „außergewöhnliche Bürokratie der mexikanischen Einwanderungsbehörde“ erleben: Für die Verlängerung seines Visums musste er insgesamt dreimal das Amt aufsuchen.

In seiner WG wohnt Stephan Naumann mit Daniel aus Darmstadt zusammen. Die anderen Freiwilligen, die an dem Projekt mitarbeiten, kommen aus der ganzen Bundesrepublik – beispielsweise aus Konstanz, Berlin und Freiburg.

Mexikanische Fiesta

Einen Höhepunkt seines Aufenthaltes in Mexiko erlebte Stephan Naumann bereits Mitte September: Da feierten die Mentoren der mexikanische Partnerorganisation Vimex (Voluntarios Internationales de Mexico) zusammen mit den jungen Deutschen den „Quince“, den mexikanischen Unabhängigkeitstag. „Wir waren zunächst auf einem Konzert und danach bei einem der Mentoren zuhause. Dort haben wir mit seiner Familie eine große, typisch meexikanische Fiesta gefeiert“, erzählt Naumann: „Eine tolle Erfahrung.“

Auch darüber hinaus hat der junge Röddenauer schon viel von Mexiko gesehen: unter anderem das Torre Latinoamericana, mit 182 Metern und 45 Stockwerken eines der höchsten Gebäude der Stadt. Aber auch in Teotihuacán, einem beeindruckenden Relikt der prähispanischen Kultur mit einer 90 Meter hohen Steinpyramide, war der 20-Jährige schon: „Die 244 Stufen waren außerordentlich anstrengend“, erzählt Stephan Naumann: „Ich habe sie gezählt.“ (zgm)

Quelle: HNA

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