Hatzfeld

„Eine Verbesserung um 300 Prozent“

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- Hatzfeld-Reddighausen (da). In den nächsten Monaten stehen umfangreiche Eigenleistungen der Feuerwehr-Mitglieder an.

Schon viele Jahre hoffen die Reddighäuser Feuerwehrleute auf ein neues Domizil. Seit 1954 ist die Wehr im Dorfgemeinschaftshaus untergebracht, doch längst ist es dort zu eng geworden. Zuletzt drohte die Hessische Unfallkasse gar mit der Schließung, weil aktuelle Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten werden können. „Wir standen vor dem Nutzungsverbot“, sagte Stadtbrandinspektor Eckhard Wenzel. Er begutachtete­ die Baustelle gestern zusammen mit Bürgermeister Uwe Ermisch, Bauamtsleiter Axel Marburg, dem Ersten Stadtrat Gerhard Kerstein und Wehrführer Christian Benner-Hensel.

Zunächst ins Auge gefasst wurde ein Neubau an der Festhalle. Nachdem der Kindergarten in der alten Schule geschlossen worden war, begannen dann aber 2005 die Planungen für einen Umbau in ein Feuerwehrgerätehaus. Priorität hatte zunächst aber der Neubau im Nachbardorf Holzhausen – dort war das alte Spritzenhaus in noch schlechterem Zustand als die Räume in Reddighausen.

In dem früheren Kindergarten entstehen ein großer Schulungsraum, ein Gruppenraum für die Jugendfeuerwehr, Damenumkleide, Büro, Toiletten und Küche. Den Innenausbau wollen die Mitglieder weitgehend in Eigenleistungen erbringen – die sind auch beim Neubau gefragt, denn die Kosten sollen möglichst niedrig gehalten werden.

Die beiden Wohnungen in den oberen Stockwerken sind weiterhin vermietet. Ziel sei, zum Jahresende das neue Gerätehaus zu beziehen, sagt Eckhard Wenzel. „Das ist eine Verbesserung um 300 Prozent“, freut sich der Stadtbrandinspektor über den neuen Komplex.Weil das bestehende Schulgebäude genutzt werden kann, bleiben die Kosten für das „neue“ Reddighäuser Gerätehaus mit 238 000 Euro vergleichsweise gering. Das Land zahlt einen Zuschuss von 81 000 Euro. Hinzu kommen Investitionen in Höhe von 128 000 Euro für die Wärmedämmung. Die Stadt nutzt dafür das Konjunkturprogramm der Bundesregierung.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 5. Mai

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