Frankenberg: 2000 Besucher beim Nighgroove

Eine Vielfalt, die ihresgleichen sucht

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Der Gospelchor der Kirchengemeinde sang in der Liebfrauenkirche, im Wechsel trat das Duo „Wuthe und Faust“ auf. Seit dem vergangenen Jahr ist das Gotteshaus eine Station beim „Nightgroove“.Fotos: Annika Ludwig (7), Mark Adel (3)

Frankenberg - Ob Gospel in der Kirche, Rock‘n‘Roll in der Eisdiele oder Oldies im Restaurant: Der „Nightgroove“ war noch abwechslungsreicher als in den Jahren zuvor. Die Frankenberger Zeitung hat das Kneipenfest präsentiert.

Etwa 2000 Musikbegeisterte sind durch die verschiedenen Veranstaltungsorte getingelt: „Das waren deutlich weniger Besucher als im vergangenen“, sagte Organisator Michael Barkhausen. Im Vorjahr waren rund 2500 Tickets verkauft worden. „Der Rückgang lässt sich klar auf das Pokalendspiel zurückführen“, sagte er. „Ich denke, dass da einige vor dem Fernseher hängengeblieben sind. Außerdem gab es noch andere Veranstaltungen am Samstagabend.“

Er ist dennoch zufrieden: „Die, die da waren, waren zufrieden und haben ihren Spaß gehabt.“ Der diesjährige Nightgroove sei so vielfältig wie bislang noch nie und hebe sich dadurch auch von Festivals in vielen anderen Städten ab. „Die typischen Rockcoverbands waren da schon fast die Ausnahme.“

In der Tat: Latin, Gospel, Rock‘n‘Roll, Deutschrock, Reggae, Irish Folk - wer wollte, konnte einen musikalisch abwechslungsreichen Abend verbringen. „Diese Programmvielfalt hat den Gästen gut gefallen“, sagte Barkhausen. Zu den ausgefallensten Künstlern zählten wohl die vier Mitglieder von „NRG Vibes“, die in der Rathausschirn mit Reggae Karibik-Flair verbreiteten. Vor allem zu späterer Stunde, als die Band sich auf bekannte Klassiker spezialisierte, war die Stimmung bestens.

Neu war das Open Air auf dem Obermarkt: Dort spielte das „Cräcker-Trio“, Mittanzen und Feuertonnen schützten vor Kälte, am Grill wurden unzählige Würstchen verkauft. Viele Besucher nutzten den Obermarkt als Treff- und Startpunkt, um die verschiedenen Konzerte in Alt- und Innenstadt zu besuchen.

Wie schon im vergangenen Jahr hob sich eine Bühne deutlich von den anderen ab: In der Liebfrauenkirche spielten Wu­the und Faust feinste Singer-Songwriter-Musik im Wechsel mit dem kraftvollen Gospelchor der Kirchengemeinde unter der Leitung von Daniel Gárdonyi.

Es war ein Fest für alle Generationen, das durchweg friedlich blieb. Michael Barkhausen fasst deshalb auch für nächstes Jahr wieder einen Nightgroove­ in Frankenberg ins Auge. „Es soll wieder ein Maitermin werden“, Näheres stehe aber noch nicht fest.

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