Studie: Frankenberg hat beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Familienstadt

Auf einem guten Weg

Kulturelle Angebote: Viele Menschen in Frankenberg schätzen die kulturellen Angebote in der Stadt – wie die Konzerte des Orchesters der Edertalschule. Foto:  zgm

Frankenberg. Die Stadt Frankenberg hat die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Familienstadt. Das ist das aktuelle Ergebnis einer Untersuchung des Diplom-Volkswirts Uwe van den Busch und des Diplom-Geografen Björn Schippers von der Hessen-Agentur in Wiesbaden.

Die Studie hatte Frankenbergs Bürgermeister Christian Engelhardt in Auftrag gegeben, nachdem die Stadt 2008 rund 300 Einwohner verloren hatte. „Dieser Rückgang hat mich überrascht, weil er nicht mit den Prognosen übereinstimmte“, begründete Engelhardt die Untersuchung.

„Frankenberg steht in Bezug auf Zu- und Abwanderungen und auch auf die Geburtenrate in der Region sehr gut da“, bilanzierten van den Busch und Schippers gestern in Frankenberg. Die Stadt sei sowohl von den Zu- als auch von den Fortgezogenen sehr positiv bewertet worden, hoben sie in ihren Erläuterungen hervor.

Als Hauptumzugsgrund für Familien mit Kindern seien „berufliche Perspektiven“ genannt worden. „Frankenberg wird als familienfreundlich angesehen“, sagte Schippers zu den Ergebnissen der Studie.

Vorher waren von der Stadt Frankenberg insgesamt 364 Haushaltungen angeschrieben worden: 67 Haushaltungen, die zwischen September 2008 und Januar 2010 mit insgesamt 113 Personen nach Frankenberg gezogen waren – und 297 Haushaltungen, die im selben Zeitraum mit 428 Personen aus Frankenberg weggezogen waren. „Single-Haushalte“ sind am stärksten an den Wanderungen beteiligt, stellten die beiden Experten der Hessen-Agentur fest. Nach ihren Feststellungen dominieren bei den Zu- und Fortzügen insbesondere berufliche und partnerschaftliche Gründe.

Laut van den Busch und Schippers haben die meisten Fortgezogenen gerne in Frankenberg gelebt – unter dem Strich 89 Prozent der Befragten. 63 Prozent können sich sogar einen Rückzug in die Stadt von Iller- und Mones vorstellen – darunter auch viele junge Leute.

„Frankenberg wird als netter und lebenswerter Wohnort gesehen“, resümierten die Fachleute von der Hessen-Agentur. Nur die Verkehrsanbindung werde sowohl von den Zugezogenen als auch von den Fortgezogenen negativ gesehen.

Lob für Infrastruktur

Viel Lob gebe es von den Befragten dagegen für die städtische Infrastruktur – beispielsweise bei Kindergärten, Schulen und dem Krankenhaus. Auch das Einzelhandelsangebot werde gut bewertet, ebenso Freizeitmöglichkeiten und kulturelle Angebote. Besonders geschätzt werde von den Haushalten mit Kindern aber auch die Familienfreundlichkeit der Stadt.

Wie van den Busch und Schippers weiter feststellten, gibt es in Frankenberg auch eine überdurchschnittliche Geburtenrate: Jede Frau in Frankenberg bringt durchschnittlich 1,47 Kinder zur Welt. „Seit 2005 gehen die Geburtenzahlen in Frankenberg nach oben“, merkten die Experten an.

„Diese positive Kritik ist für den Lebensstandort Frankenberg sehr wichtig“, bewertete Bürgermeister Engelhardt die Untersuchung. (mjx)

Quelle: HNA

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