Haina: Kindergottesdienst-Gruppen machen aus Krippenspiel eine Foto-Story

Auf einem Quad nach Bethlehem

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- Haina (pk). In Haina und Dodenhausen wird es heute Abend kein normales Krippenspiel während des Gottesdienstes geben. Vielmehr gibt es in diesem Jahr eine Foto-Weihnachtsgeschichte – und die Bewohner der beiden Dörfer sind die Hauptdarsteller.

„Bethlehem kann überall sein“, sagt Pfarrer Dr. Jörg Mosig. Mit zwei Kindergottesdienst-Gruppen hat er Bethlehem nach Haina und nach Dodenhausen geholt. So sind zwei Weihnachtsgeschichten entstanden, die auf Fotos festgehalten wurden. Und diese Foto-Storys werden heute Abend in Haina und in Dodenhausen während der Weihnachtsmesse gezeigt. Um zu zeigen, wie die Weihnachtsgeschichte in ihren Heimatdörfern verlaufen wäre, haben die Kindergottesdienst-Kinder sich verkleidet und sind durch die beiden Dörfer gezogen. Die beiden Weihnachtsgeschichten könnten unterschiedlicher nicht sein – denn mit viel Fantasie und der Unterstützung ihrer Betreuer verpassten die jungen Darsteller der beiden Dörfer ihrer jeweiligen „Bethlehem“-Geschichte einen eigenen Anstrich.

In Dodenhausen zogen die Kinder mit Pfarrer Mosig und dem Kindergottesdienst-Team, bestehend aus Gisela Grebe und Elke Geise, los und stellten die Reise von Josef und der hochschwangeren Maria nach Bethlehem nach. Eva Busch fotografierte die Szenenbilder der Jungschauspieler. Die Hainaer Kinder zogen mit Mosig sowie ihren Betreuerinnen Sandra Seitz und Susan Pöpperl los, um vor der Kamera von Florian Happel in ihren Kostümen zu posieren.

Die Bewohner banden die Kinder spontan in ihr Krippenspiel mit ein: Die echten Wirtsleute aus Haina verweigerten Maria und Josef vor der Kamera Zutritt in ihre Räume und eine Apothekerin schenkte Maria eine Windel – konnte ihr aber auch keine Unterkunft bieten. Der Ortsvorsteher Gerhard Bornscheuer posierte für die Geschichte als grimmig dreinschauender König Herodes. Statt einer Krone trug er einen Zylinder und weil er keinen Reichsapfel zur Hand hatte, drückte ihm seine Frau eine Ananas in die Hand. Auch Bürgermeister Rudolf Backhaus bekam seine Rolle bei dem Projekt.

Ein Quadfahrer und eine komplette Nordic-Walking-Gruppe brachten sich ebenfalls in das Stück ein. In Haina kam das Jesuskind schließlich im Stall der Familie Hellmuth zur Welt – die einjährige Tochter Merle wurde für die Foto-Geschichte spontan in die Krippe gesetzt, um das Neugeborene zu spielen. „Es war eine Gaudi, mit 20 verkleideten Kindern durch den Ort zu ziehen“, sagt der Pfarrer.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 24. Dezember

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