Burgwald

Weg für einen Neustart ist bereitet

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- Haina-Battenhausen (apa). Zehn Euro mehr müssen Eltern künftig für die Halbtagsbetreuung ihrer Kinder zahlen. Wer täglich nachmittags auf das Betreuungsangebot zurückgreifen will, zahlt monatlich 45 Euro mehr als bisher.

Einigkeit herrschte am Donnerstagabend in der Sitzung der Gemeindevertreter in Battenhausen: Einstimmig sprachen sich die Kommunalpolitiker für das empfohlene überarbeitete Kindergartenkonzept aus. Auch die Satzung und die Gebührensatzung erhielten keine Gegenstimmen. Damit ist der Weg frei für einen Neustart in den beiden Kindergärten der Gemeinde in Haina und Löhlbach: Die neue Konzeption beinhaltet nicht nur die neuen Gebühren und die Öffnungszeiten, sondern auch die pädagogische Ausrichtung und die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren (wir berichteten).

Zum Konzept gehört ein Zusatz, den der Haupt- und Finanzausschuss am Montag empfohlen hatte: Der Gemeindevertretung wird zum Ende jedes Kindergartenjahres ein Bericht vorgelegt, damit notwendige Änderungen vorgenommen werden können. Bürgermeister Rudolf Backhaus betonte, dass das neue Konzept erst einmal für ein Jahr gelte. Wenn sich dann herausstelle, dass etwa nur zwei Kinder die Nachmittagsbetreuung nutzen, müsse neu überlegt werden.

Die Organisation der beiden Kindergärten erfolgt über eine neue Struktur. Sabine Ritter, bisher Leiterin in Löhlbach, übernimmt die Gesamtleitung der beiden Kindergärten, die nun als eine Einrichtung mit zwei Standorten gelten. Sie freute sich im FZ-Gespräch darüber, dass nun die Grundlage für die Neuausrichtung gegeben ist. „Jetzt haben wir Perspektiven“, sagte Ritter. Glücklich sei sie auch mit den sanierten und erweiterten Kindergärten. „So schön hatten es die Kinder noch nie“, freute sie sich. „Damit lässt sich wirklich gut arbeiten“.

Frank Happel (BGH) betonte, es sei nicht einfach, es allen recht zu machen. „Wir denken aber, dass damit ein Spagat gelungen ist zwischen dem Wünschenswerten und dem Machbaren“. Er betonte, dass die Gemeinde mit dem vorliegenden Konzept den Wünschen der Eltern weitestgehend nachgekommen sei.

Bernhard Keute (FBL) verwies auf die hohen Kosten. Der Fehlbetrag für die Kindergärten summiert sich mit dem neuen Konzept auf 500 000 Euro jährlich. „Wir müssen abwägen: Was können wir den Kindern bieten und was den Eltern abverlangen?“ Er betonte, die Konzeption müsse „leben und gelebt werden“.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 2.Juli

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