Weg ist nur für landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben

Ellershäuser Weg: Durch Kontrollen nutzen weniger Autos die Abkürzung

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Mehr Ruhe: Den Ellershäuser Weg – also die kürzere Verbindung zwischen Geismar und Ellershausen – darf nur land- und forstwirtschaftlicher Verkehr benutzen. Melanie Bolm, hier mit ihrem Vater Karl Priester, ist froh, dass die Kontrollen der Polizei dafür gesorgt haben, dass auch an ihrem Haus nun weniger Autos vorbeifahren.

Ellershausen. „Es ist schon ruhiger geworden", sagt Melanie Bolm. Die junge Mutter wohnt mit ihrem Mann und den beiden Kindern genau an der Kreuzung, wo der von Geismar her führende Ellershäuser Weg auf den Ortseingang von Ellershausen trifft.

Diese Verbindung zwischen dem Frankenberger und dem Frankenauer Stadtteil war in den vergangenen Wochen besonders im Blickpunkt der Polizei und den Ordnungsbehörden. Grund: Anwohner wie die Bolms hatten darüber geklagt, dass zu viele Autofahrer den Weg, der nur für den landwirtschaftlichen Verkehr frei gegeben ist, trotzdem nutzten.

„Pendler aus Ellershausen, aber auch Kurierdienste oder andere Verkehrsteilnehmer sind die Abkürzung gerne gefahren, um schneller nach Frankenberg und zurück zu kommen“, berichtet Melanie Bolm. Auch ihre Nachbarin Daniela Schwickerath bestätigt das: „Gerade frühmorgens oder zum Feierabend war auf dem Weg und auf der Saalenstraße, die dann weiter in den Ortskern Ellershausens führt, immer viel los.“

Die betroffenen Ellershäuser beschwerten sich auch bei der Stadt Frankenau, die daraufhin eine Verkehrszählung in Auftrag gab. Die Zahl der Fahrzeuge auch im Bereich der Saalenstraße war tatsächlich auffallend hoch, folglich rückte die Polizei mehrfach aus, um Kontrollen auf dem Ellershäuser Weg durchzuführen.

„Es handelt sich dort um eine sensible Geschichte, die wir sehr ernst nehmen. Die Fahrzeuge kommen über den Ellershäuser Weg und fahren dann weiter über die Saalenstraße in den Ort. Für die Anwohner und gerade für Familien mit Kindern ist eine erhöhte Verkehrstätigkeit deswegen nicht gut. Und wenn dann auch noch zu schnell gefahren wird, ist es gefährlich“, sagt Jörg Dämmer von der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg. An verschiedenen Tagen sei daher zuletzt intensiv kontrolliert worden.

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Quelle: HNA

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