Haina

Eltern fordern veränderten Beschluss

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- Haina/Kloster (apa). Die Ungewissheit bleibt: Noch immer gibt es Eltern aus der Großgemeinde Haina, die nicht wissen, wo ihr Kind im Sommer 2012 eingeschult wird. Nur eines scheint sicher: Den Anbau an die Schule, der vom Landrat in Aussicht gestellt wurde, wird nicht gebaut.

Ungläubig, entrüstet, enttäuscht und fassungslos: So waren die Reaktionen der Eltern, Lehrer und der Fraktionsvorsitzenden der Großgemeinde Haina, als sie am Mittwochabend in der Jahreshauptversammlung des Fördervereins der Grundschule über die neuen Pläne des Landkreises diskutierten, die Kinder aus der Großgemeinde nun doch wieder auf zwei Schulen aufzuteilen. Hintergrund ist die Zahl der Kinder, die im nächsten Jahr eingeschult werden: Für alle Kinder aus der Großgemeinde reicht der vorhandene Platz nicht. Im Jahr 2012, vermutlich auch 2013, würden jeweils zwei erste Klassen gebildet werden müssen. Dafür wäre ein Anbau nötig. Den hatte Landrat Reinhard Kubat in Aussicht gestellt (wir berichteten).

„Den Anbau können wir uns abschminken“, machte Bürgermeister Rudolf Backhaus am Mittwochabend deutlich. Schon ein Pavillon, der temporär zwei Klassen beherbergen könnte, kostet nach Angaben des Landkreises 350 000 Euro – Geld, das der Kreis ganz sicher nicht ausgeben werde, prophezeite Backhaus. Die neueste Version aus dem Kreishaus in Korbach sieht ab dem Schuljahr 2012/13 allerdings eine Regelung vor, die gar keinen Anbau erfordert: Die Kinder aus neun Hainaer Ortsteilen sollen in Gemünden eingeschult werden. Diese Lösung soll am 31. Mai im Kreistag thematisiert werden, der Beschlussvorschlag ist bereits formuliert.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 20. Mai

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