Nach zwei Unfällen mit Kindern vor Grundschule sucht Parlament nach Lösungen

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Die Unfallstelle: Mit ihrem Fiat Punto verunglückten am 7. April eine 33 Jahre alte Frau und ihre achtjährige Tochter.

Battenberg. Zwei Mal innerhalb von 15 Monaten sind Grundschüler bei Verkehrsunfällen verletzt worden, die sich direkt vor der Battenberger Grundschule ereignet haben. Mit einem Antrag hat die Bürgerliste Battenberg (BLB) das Thema ins Parlament gebracht.

„Um solche Unfälle künftig zu vermeiden, gehören alle Beteiligten an einen Tisch“, sagte Günter Wack (BLB). Damit meinte er sowohl Vertreter der Grundschule und der Eltern als auch des DRK-Seniorenzentrum und der Stadt.

„Wir müssen auch die Eltern in die Pflicht nehmen“, sagte Wack. Schülerlotsen nannte er als Lösungsmöglichkeit. Ziel sei es aber, den vorhandenen Zebrastreifen an Grundschule und Seniorenzentrum mit einer Fußgängerampel auszustatten.

Seit dem Bau der neuen Grundschule sei er ständig im Gespräch mit Verkehrsbehörde, Straßenbauamt und Polizei, sagte Bürgermeister Heinfried Horsel. Schülerlotsen hatte der Bürgermeister im Gespräch mit der HNA bereits im Januar 2010, nach dem ersten Unfall, ins Gespräch gebracht. „Das ist eine Landesstraße und damit ist das ausschließlich Sache des Landrats“, erklärte Horsel. Es habe Verkehrszählungen und häufige Geschwindigkeitskontrollen gegeben. Ergebnis: Die durchschnittliche Geschwindigkeit liege „deutlich unter 50 Stundenkilometer“, vom Verkehrsaufkommen komme eine Ampel „nicht in Betracht“. Seine Anregung, Eltern oder Lehrer als Lotsen einzusetzen, sei bisher nicht umgesetzt worden, sagte Horsel.

Der Bürgermeister versprach, dass die Stadt sich mit den Fachbehörden weiter bemühe, das „Bestmögliche"

herauszuholen. (off)

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Quelle: HNA

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