Emil Mangelsdorff schilderte 300 Schülern die Jugend in der NS-Zeit

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Swingtanzen verboten: Heute kann Emil Mangelsdorff über das Schild der NS-“Reichskulturkammer“, das er den Schülern in der Ederberglandhalle zeigte, wieder lächeln. „Schon ein schlichter Kreuzschritt war untersagt!“

Frankenberg. Wie schwer es war, sich als Jugendlicher im Nationalsozialismus dem Zugriff des Staates zu entziehen und ein kleines Stück Freiheit zu bewahren, lernten Schüler der Burgwald- und Edertalschule.

Der fast 87-jährige Frankfurter Jazz-Saxophonist Emil Mangelsdorff schilderte etwa 300 Schülern in der Ederberglandhalle seine Erfahrungen.

Die lebendige Geschichtsstunde mit dem Zeitzeugen, der sich damals querzulegen versuchte, endete mit seinem Appell an die Frankenberger Jugendlichen, braunes Gedankengut nie wieder Einfluss gewinnen zu lassen.

„Schon als Kind machte mir Hitler mit seinen martialischen Reden Angst“, erzählte Mangelsdorff, der aus einer sozialdemokratisch eingestellten Familie kam. Dort hörte man noch Radio Luxemburg, als es schon verboten war. Am Volksempfänger lernte er neben Chansons und Bach-Sonaten auch erstmals amerikanischen Jazz kennen, war davon begeistert und fand in Frankfurt Gleichgesinnte, mit denen er musizierte und Schellackplatten hörte.

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Quelle: HNA

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