Politik in Burgwald

Ende der Baustelle steht kurz bevor

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Architekt Bastian Klein (rechts) zeigt den Ausschussmitgliedern die ertüchtigte Decke und die Lüftungsanlage hinter der erhöhten Bühne.Foto: Patricia Kutsch

Burgwald-Bottendorf - Durch Mängel in der Statik des Bottendorfer Dorfgemeinschaftshauses haben die Baufirmen etwa zehn Wochen Zeit verloren. Architekt Bastian Klein ist zuversichtlich, dass das frisch renovierte Gebäude Ende Juli wieder eröffnet werden kann.

Der dritte Bauabschnitt des Dorfgemeinschaftshauses steht kurz vor der Vollendung. Dann haben die Bottendorfer nach fast einem Jahr Baustelle wieder Räume für Vereine und Feiern. Insgesamt wird die Gemeinde rund 1,5 Millionen Euro investiert haben, wenn das Gebäude fertig saniert ist.

Was sich während des vergangenen Jahres hinter den Türen des Dorfgemeinschaftshauses abgespielt hat, haben sich die Mitglieder des Haupt-, Finanz- und Bauausschusses näher angeschaut. Architekt Bastian Klein führte die Politiker durch die neuen Räume und erläuterte den Baufortschritt.

Die Wände erstrahlen jetzt in weiß, die dunklen Vertäfelungen sind gänzlich verschwunden. Das lässt die beiden Säle größer und freundlicher Wirken. Auch die Decken sind wieder verkleidet. Darunter hatte sich dem Architekt vor einigen Monaten offenbart, dass die Statik der ursprünglichen Baupläne nicht eingehalten und zu wenige Sparren in die Decke eingezogen wurden. „Die reine Ertüchtigung des Dachs hat die Gemeinde 120.000 Euro und zehn Wochen Bauzeit gekostet“, erklärte Klein.

Er ist optimistisch, dass das Gebäude in fünf Wochen wieder genutzt werden kann. Bis dahin ist der frische Estrich auf dem Boden getrocknet. Durch den Estrich und ein spezielles Harz haben die Bauarbeiter Risse und Unebenheiten im Boden ausgeglichen. In einer Woche soll die neue, erhöhte Bühne vollständig aufgebaut und verkleidet werden. Klein erklärt, dass sich die eigentlichen Baupläne im Bereich der Bühne geändert hätten: Eigentlich sollten die Säle durch Rohre entlang der Wände belüftet werden. „Das wäre eine optische Einbuße gewesen und hätte viel Material gekostet“, sagte der Architekt. Nun verschwindet die Lüftungsanlage hinter den Vorhängen der Bühne: „Der gesamte Bühnenkorpus dient nun als Lufteinlass“. Dadurch könne allerdings der kleine Saal nicht belüftet werden, wenn die Trennwände zum großen Saal hin geschlossen sind. „Das ging aber die letzten 40 Jahre schon und auch jetzt kann man den kleinen Saal belüften, indem man mal ein Fenster aufmacht“, sagte Bürgermeister Lothar Koch.In den Sälen fehlen noch die Türen, ein zweiter Deckenanstrich, Böden und Möbel für Küche und Theke.

Etwas länger kann es noch dauern, bis die Toiletten und Umkleiden fertig werden: Die wurden laut Klein im zweiten Bauabschnitt schon renoviert und mit einer Brandschutzdecke versehen. Dabei sei der ausführenden Baufirma aber die falsche Statik in der Decke nicht aufgefallen. „Es musste also alles wieder raus, um auch dort die Decken zu ertüchtigten.“ Um die Baustelle in diesem Bereich beenden zu können, muss zuvor die Versicherung der betroffenen Baufirma ein Gutachten machen.

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