Mehr zum Thema: Tanklöschfahrzeug als Dauerleihgabe beim Kulturverein Burgwald

Ende einer kuriosen Reise

Historisches Fahrzeug: Die Mitglieder der Feuerwehr Burgwald freuen sich über die Anlieferung des alten Tanklöschfahrzeugs vom Typ Opel Blitz. Das Löschfahrzeug wird im alten Wasserhaus untergestellt und soll bei künftigen Führungen gezeigt werden. Foto: Schelberg

Burgwald. Gespannt warteten Mitglieder der Feuerwehr Burgwald sowie Klaus Rühl und Bernhard Bock vom Kulturverein Burgwald auf die Ankunft des historischen Löschfahrzeugs. Trotz Regens standen die Männer geduldig vor dem alten Wasserhaus und sahen zu, wie ein Tieflader das Fahrzeug anlieferte.

Mit der Ankunft des Tanklöschfahrzeugs endete eine kuriose Reise, die in Burgwald im Jahr 1948 ihren Anfang genommen hatte. „Der Opel Blitz ist Baujahr 1939. Er hatte damals eine amerikanische Zulassung. Er wurde hier in Burgwald genutzt und kam in den umliegenden Ortschaften vor allem in der Nachkriegszeit zum Einsatz“, berichtete Vereinsmitglied Bernhard Bock. Schon damals sei das Tanklöschfahrzeug eine Besonderheit gewesen. Innovativ auch die Ausrüstung: Den Brandschützern standen schon damals Atemschutzgeräte zur Brandbekämpfung zur Verfügung.

„ 1948 kam zunächst die Bereifung abhanden“, erzählte Bock. „Später holte sich die Frankenberger Feuerwehr das Fahrzeug vom Industriehof und fuhr auf den Felgen bis nach Frankenberg.“ Dort war es bis Mitte der 1970er-Jahre im Einsatz und bis in die 60er-Jahre das einzige Tanklöschfahrzeug im Altkreis.

Bis vor wenigen Tagen blieb der Opel Blitz bei der Frankenberger Feuerwehr. Es wurde nur hin und wieder zu besonderen Anlässen genutzt.

Bernhard Bock leitete schließlich die Übergabe des Fahrzeugs als Dauerleihgabe an den Kulturverein Burgwald in die Wege. Das Tanklöschfahrzeug wird nun im alten Wasserhaus untergestellt und ergänzt das Museum-Projekt „Bunker der Geschichte“. „Es wird dann in Führungen eingebunden und steht natürlich auch der Feuerwehr zur Verfügung“, sagte Bock.

Den letzten Weg vom Tieflader ins Wasserhaus schaffte das Fahrzeug sogar aus eigener Kraft. Wehrführer Francisco Ayora Escandell überzeugte sich davon, dass Motor, Blaulicht und die Alarmklingel funktionieren. Es haben sich bereits zahlreiche Interessenten gemeldet, die bei der Restaurierung und Erhaltung des Fahrzeugs mithelfen wollen.

Bernhard Bock und Klaus Rühl wiesen darauf hin, dass die Einrichtung eines Museums im alten Bunker abgeschlossen ist: Am 26. August soll der Bunker der Geschichte offiziell eingeweiht werden.

Von Marco Schelberg

Quelle: HNA

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