Burgwald

Ab Ende Juli wird geblitzt

- Burgwald (rou). In vier bis sechs Wochen sollen die drei stationären Geschwindigkeitsmessanlagen in Bottendorf und Ernsthausen in Betrieb genommen werden. Die Auswertung der Daten übernimmt die Gemeinde in Eigenregie.

Seit Monaten befasst sich die Gemeinde Burgwald mit der Installation von drei stationären Geschwindigkeitsmessanlagen in Bottendorf und Ernsthausen. Als Problem stellte sich für Bürgermeister Lothar Koch jedoch die Auswertung der erfassten Daten dar. Der Grund: Der Ordnungsbehördenbezirk Bad Wildungen, dem Burgwald wie alle Kommunen des Frankenberger Landes angehört, weigert sich, die „Blitz“-Fotos auszuwerten. Fehlendes Personal soll der Grund dafür sein.

Wie berichtet plante Koch zunächst, die Auswertung von einer Kommune in Osthessen vornehmen zu lassen. Dieses Modell scheiterte an rechtlichen Vorgaben. Die im Kommunalen Serviceverbund Süd zusammengeschlossenen Städte und Gemeinden verabredeten daraufhin, aus dem Bad Wildunger Bezirk auszutreten und einen eigenen Ordnungsbehördenbezirk zu gründen und dieser sollte dann die Daten der Burgwalder Messungen auswerten. Doch auch dazu wird es nicht kommen, berichtete der Bürgermeister den Ausschussmitgliedern in einer Sitzung.

Außer dem Regierungspräsidium befasste sich zwischenzeitlich auch das Innenministerium mit den Plänen der Gemeinde Burgwald. Und seit wenigen Tagen steht fest, dass der Austritt nicht so einfach möglich ist wie von Koch gedacht. Die Konsequenz: Die Burgwalder Gemeindevertretung soll in ihrer Sitzung in den nächsten Wochen beschließen, den Austritt aus dem Ordnungsbehördenbezirk Bad Wildungen wieder rückgängig zu machen. Wie in der Vergangenheit sollen die Bad Wildunger auch künftig mit mobilen Geschwindigkeitsmessanlagen die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit überwachen - auch in Burgwald.

Für die stationären Messungen in Höhe der Tankstelle in Ernsthausen sowie an der Bushaltestelle im Bereich Wolkersdorf und an der Bottendorfer Schule ist hingegen die Gemeinde Burgwald zuständig. Sie will die Daten nun doch selbst auswerten. Ein detailliertes Konzept will Koch
 nach der Sommerpause präsentieren.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 16. Juni.

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