Blumen für die Stadt

Endlich bunter Frühling in Frankenberg

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Frankenberg - Nachdem von Kälte und Nässe nun endgültig niemand mehr etwas hören möchte, lässt die beginnende Arbeit des Frankenberger Betriebshofes Hoffnung aufkommen: vier Wochen im Rückstand ist es an der Zeit, die Frühlingsbepflanzung in der Stadt zu beginnen.

Mit orangefarbener Warnweste gerüstet befreit das geschulte Personal des Frankenberger Betriebshofs zur Zeit die Blumenkübel an den Frankenberger Straßen von der ausgedienten Winterbepflanzung. Auch am Linnertor, am Obermarkt, dem Friedhof und in der Fußgängerzone soll der Platz in den Blumenkästen für die geplante Frühlingsbepflanzung bereitet werden. „Mit der Bepflanzung sind wir nun etwa vier Wochen im Rückstand“, erzählt der Leiter des Betriebshofs, Martin Hecker. „Der lange Winter hat uns Zeit gekostet“. Eigentlich sollte bereits mit der Arbeit begonnen werden, doch die Erde in den Kübeln war bislang teilweise noch gefroren - und es den Kollegen darum nicht möglich, die Herbstbepflanzung zu entfernen. „Es war schon außergewöhnlich kalt die letzten Wochen - der Frost ist dabei immer das größte Problem“, sagt Hecker.

Sonnengelbe Narzissen, violette Veilchen und bunte Primeln stehen nun schon in den Lagerräumen der Liefergärtnerei bereit und warten darauf, die Stadt mit ihrer Farbenpracht endlich in frühlingshafterem Licht erscheinen zu lassen. Vier Mal im Jahr wird Frankenberg mit saisonalen Blümchen und anderen Pflanzen geschmückt. Dieses Jahr war für alle vier Anlässe die gleiche heimische Liefergärtnerei ausgewählt worden. „Die Gärtnerei bietet zu unserem Glück sehr gute Lagerbedingungen“, sagt Martin Hecker. „Deshalb werden unsere rund 1500 Blumen trotz der langen Aufbewahrung eine tolle Qualität und ausgezeichnete Blühfreudigkeit haben. In manchen Gärtnereien schaut das ganz anders aus“, erklärt er weiter. „Da gab es gewiss auch Schäden an den Pflanzen.“ Vermutlich würden die Primeln das Nachsehen haben, schätzt Hecker: „In sechs bis acht Wochen folgt schon die Sommerbepflanzung, dann müssen sie wieder raus aus der Erde.“

Willkürlicher Vandalismus

Wichtig sei ihm, dass die Pflanzen wenigstens bis dahin in ihren Blumenkästen blieben, denn nicht nur Kälte, sondern auch böswillige Langfinger seien zur Gefahr für die bunte Stadtverschönerung geworden: „Sobald die Blumen frisch eingepflanzt sind, wird gerne die ein oder andere geklaut“, erzählt er - und fügt an: „Oder sinnlos zerstört“. Er habe bereits öfter Anzeigen aufgegeben, in denen er die Bürger gebeten habe, ein Auge auf solche Vorfälle zu haben. „Der Montag ist immer der Tag zur Schadensbegrenzung“, erzählt Hecker und erklärt, wie sehr ihn solch willkürliches Verhalten ärgere. „Manche Blumen werden aus der Erde gerissen und auf die Straße geworfen - diese kann man dann manchmal wieder einsetzen. Für verschwundene oder nicht zu rettenden Pflänzchen haben wir zwar immer einen gewissen Bestand, um nachzupflanzen, trotzdem zerstören die Leute durch solches Verhalten ja die Dekoration ihrer eigenen Stadt.“

Wärme erwünscht

Mit der Hoffnung, dass sich solche Vorgänge dieses Jahr in Grenzen halten, beginnt nächste Woche die Neubepflanzung der gesamten Stadt. Etwa eine Woche soll es dauern, bis die Fachleute und das geschulte Personal alle 1500 Blumen eingepflanzt haben. Einige Schichten der vom Winter gebeutelten Erde werden abgetragen und durch neue Erde ersetzt. Diese und spezieller Dünger sollen die Bedingungen verbessern. „15 Grad warmes Wetter wäre schon schön für die Pflanzen“, sagt Hecker. „20 Grad natürlich noch besser, aber wir sind ja bescheiden geworden durch den zurückliegenden Winter“. In diesem Falle würden sich wohl nicht nur die Blumen über wärme Temperaturen freuen.

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