Bus der Hessischen Landesregierung mit Infos zum Energiesparen

Energie zum Anfassen und Mitmachen

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Frankenberg - Beim Kochen immer den Deckel auf den Topf und nur so viel Wasser erhitzen, wie tatsächlich gebraucht wird - das sind nur einige der Energie-Spartipps, die der Infobus der Landesregierung bei seinem Halt in Frankenberg im Gepäck hatte.

Kleine Miniaturbusse mit Photovoltaik-Zellen auf ihrem Dach stehen hinter der roten Linie abfahrbereit. Jonas Don neigt den runden Spiegel in seiner Hand und lässt damit Sonnenstrahlen über die Spiegelfläche auf die Solarzellen reflektieren - schon saust einer der beiden Busse los.

Das Solarbusmodell ist nur eines der Exponate, die der Energiebus des Landesregierung noch bis zum 8. Oktober durch Hessen befördert. Auf seiner 1400 Kilometer langen Reise machte er gestern auch auf dem Frankenberger Obermarkt Station.

Ziel des Infobusses ist es, den komplexen Prozess der Energiewende jedem Bürger durch Experimente und ansprechende Informationsangebote (be-)greifbar zu machen. Dazu gehörte zum Beispiele auch ein Solarmessgerät, das bei Sonneneinstrahlung Töne und Lichter erzeugte. Außerdem sollen Themen zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz verdeutlicht werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Altbausanierung, wie Klaus Fey von der Hessischen Energiesparaktion ausführte, die eine individuelle Beratung durch regionale Energieberater anbot.

„Das Hessische Energiesparziel lautet, den Verbrauch zu halbieren“, sagte er. Um dieses Ziel zu erreichen, seien im Bezug auf die Altbausanierung sechs Bereiche ausschlaggebend: Dämmung der Außenwand, der Kellerdecke und des Daches sowie Fensteraustausch, Erneuerung der Heizungsanlage und Nutzung regenerativer Energien.

Leicht umzusetzende Tipps

Interessierte Bürger nutzten auf dem Obermarkt die Gelegenheit, sich über entsprechende Möglichkeiten zu informieren, oder sich Tipps zum Energiesparen zu holen. Leicht umzusetzende Hinweise gab Energieberaterin Victoria Klemm: „Beim Kochen immer den Deckel auf den Topf machen und nur so viel Wasser erhitzen, wie tatsächlich gebraucht wird“, riet sie. Mit der eingesparten Wassermenge, die europaweit verschwendet werde, könne ein Drittel der Straßenbeleuchtung des Kontinents versorgt werden.

Aber nicht nur auf das Einsparen von Wärme komme es an. Ebenso könne der Stromverbrauch gesenkt werden. So verbrauche beispielsweise ein Aufladegerät, das an die Steckdose angeschlossen ist, weiterhin Strom, auch wenn kein Mobilfunkgerät mehr daran hängt.Ebenfalls erhielten die Besucher Informationen, welches Fördergeld sie in Anspruch nehmen können, wenn sie ihr Haus energiesparend sanieren möchten. Informationen dazu gibt es auch im Internet unter www.foerderdata.de sowie unter www.energieland.hessen.de.

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