Dodenau

Energieverbrauch im Freibad gesenkt

- Battenberg-Dodenau (da). Die Zukunft des Schwimmbads im Luftkurort ist langfristig gesichert, sagte Bürgermeister Heinfried Horsel über die Modernisierung.

In der noch jungen Freibadsaison ist der Energieverbrauch gegenüber dem Vorjahr erheblich gesunken. Die Stadt investierte rund 73.000 Euro, erhielt aber auch 50.000 Euro an Zuschüssen aus dem Konjunkturprogramm. Es ist die bislang größte Investition seit Bestehen des 1977 eröffneten Bads.

Am Dienstag informierten sich Magistrat, Ortsvorsteher Wolfgang Stein sowie Mitglieder des Schwimmbad-Zweckverbands und der Verbandsversammlung über die abgeschlossene Modernisierung.

In diesem Jahr wurden seit Öffnung des Freibads im Mai bislang insgesamt 120 Kubikmeter Gas verbraucht – 2008 waren es täglich 112 Kubikmeter, berichtete Wolfram Mattner, der die Modernisierung geplant hatte. Gas werde fast nur noch für die Duschen benötigt. Bleibt es bei diesem geringen Verbrauch, sinken die Gaskosten von bislang etwa 7300 Euro pro Jahr auf etwa 644 Euro, hat Mattner errechnet. „Es hat funktioniert“, resümierte Bürgermeister Heinfried Horsel. Hauptgrund für die Einsparung ist eine Abdeckfolie. Sie wird abends über das Becken gezogen und sorgt dafür,dass das Badewasser in der Nacht nicht auskühlt. Außerdem verhindert die Plane eine Verschmutzung des Wassers. Abends sei das Wasser etwa 25 Grad warm, berichtete Schwimmmeister Hans-Joachim Heinrichs. Morgens seien es aufgrund der Schutzfolie immer noch 23 Grad.

Die Heizungsanlage wird für die Erwärmung des Wassers kaum benötigt. Das übernimmt ein so genannter Absorber auf dem Dach des Schwimmbadgebäudes. Das Badewasser wird auf das Flachdach gepumpt, dort erwärmt und zurück ins Becken geleitet. Eine Solaranlage sei nicht wirtschaftlich, erläuterte Mattner.

Weil Pumpe und Heizungsanlage bislang überdimensioniert waren und ausgetauscht wurden, singen nach Auskunft des Planers ebenfalls die Betriebskosten. Nur drei Prozent des bisherigen Strombedarfs würden benötigt, sagte Wolfram Mattner. Ursprünglich veranschlagt waren Kosten in Höhe von 50 000 Euro. Weil die Folie aber teurer war als kalkuliert – sie hat inklusive der Nebenarbeiten 42 000 Euro gekostet – wurde die Investition teurer.

Auch wenn die moderne Technik viel Geld spart, so ist die Umsetzung im Battenberger Freibad bislang kein Thema. Dort sei es auch wesentlich schwieriger, eine Dämmfolie zu installieren. Grund ist, dass das Becken nicht wie in Battenberg rechteckig ist.

Das Dodenauer Schwimmbad wird im Sommer von bis zu 10 000 Menschen besucht, an schönen Tagen werden 300 Badegäste gezählt. Neu ist ein Badminton-Spielfeld, Schläger können beim Bademeister geliehen werden. Außerdem befindet sich neben dem Freibad ein Minigolf-Platz.

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