Frankenberg

Engelhardt erhält Ernennungsurkunde

- Frankenberg (rou). Per Handschlag hat sich Christian Engelhardt am Donnerstagabend dazu verpflichtet, auch in der am 1. Mai beginnenden zweiten Wahlperiode die Aufgaben des Bürgermeisters gewissenhaft zu erfüllen.

In vergleichsweise kleinem Kreis und lediglich mit einem Stehempfang in der Ederberglandhalle feierte Christian Engelhardt am Donnerstagabend die offiziellen Einführung in seine zweite Amtszeit als Frankenberger Bürgermeister, die am 1. Mai beginnt. Mit Blick auf den städtischen Haushalt hatte sich der Sieger der Wahl vom 27. September gegen eine wie sonst übliche und von seinen Vorgängern schon vollzogene pompöse Feier entschieden. Dafür waren die Glückwünsche der etwa zwei Dutzend geladenen Gäste aus der Verwaltung, der Politik, der Kirche sowie der Frankenberger Behördenleiter herzlich und meist sehr persönlich. Und auch Bürgermeister-Gattin Daniela hatte allen Grund zur Freude: über zahlreiche Blumensträuße. An Farbtupfern in der Wohnung der Familie Engelhardt soll es auch in einigen Tagen nicht mangeln. Ihr Mann kündigte an, ihr nachträglich zu seinen Worten des Dankes für ihre Unterstützung noch Blumen zu schenken. Den festlichen Rahmen unterstrich „Frankenberg Brass“. Die Bläser verabschiedeten Engelhardt mit Ansgar Sailers „One Moment in Time“ in seine zweite Wahlperiode. Zuvor hatte Stadtverordnetenvorsteher Rainer Hesse (CDU) seinen Parteifreund ins Amt eingeführt und Erste Stadträtin Irmtraut Liebelt die Ernennungsurkunde überreicht. Claudia Ravensburg (CDU) sicherte Engelhardt auch im Namen der anderen heimischen Landtagsabgeordneten Unterstützung aus der Landeshauptstadt zu, auch wenn er ohnehin „von Anfang an die Interessen Frankenbergs mit Fleiß, Ehrgeiz und Vehemenz“ vertreten habe.

Bundestagsabgeordneter Edgar Franke (SPD) wies auf die Schwierigkeiten in Zeiten knapper Kassen hin, soziale Politik zu gestalten. Trotz des jungen Alters sei Engelhardt bereits ein erfahrener Bürgermeister, sagte Erster Kreisbeigeordneter Peter Niederstraßer (FWG) in Vertretung des Landrats. „Der einstige Newcomer hat sich etabliert.“ Das Bürgermeisteramt verglich er mit dem Posten eines Chef-arztes. Von beiden werde erwartet, „Wunder vollbringen zu können“. Bei Engelhardt sei er allerdings zuversichtlich: „Denn Kompetenz zeigt sich in der Krise – mit prall gefüllten Kassen kann jeder regieren.“ Für die Bürgermeisterkollegen im Frankenberger Land forderte der Rosenthaler Rathauschef Hans Waßmuth (CDU) den Bürgermeister des Mittelzentrums und der Familienstadt auf, „bürgernah wie bisher zu bleiben“. Für die Ortsvorsteher erinnerte Heinrich Rampe an die Anfangstage. „Ob das gut geht mit einem so jungen und ledigen Bürgermeister“, hätten sich viele gefragt. „Es ist gut gegangen“, sagte der Röddenauer und verwies auf die politischen Erfolge, aber auch auf die Hochzeit mit Daniela und die Geburt von Tochter Sophie-Charlotte. Dekanin Ute Zöllner verglich seine Einführung in die zweite Amtszeit mit den kirchlichen Übergangsfesten. „Heute ist ein Tag des Atemholens.“ Als Wegzehrung gab sie ihm Verse aus dem Alten Testament mit.

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