Frankenberg

Engelhardt und Hansen treten bei Frankenberger Bürgermeisterwahl an

- Frankenberg (rou). Erwartungsgemäß haben Amtsinhaber Christian Engelhardt (CDU) und der unabhängige und parteilose Herausforderer Nicolas Hansen die Bewerbungsunterlagen für die Frankenberger Bürgermeisterwahl abgegeben. Am Donnerstag um 18 Uhr endete die Frist. Gewählt wird am 27. September.

In Sachen Bürgermeisterwahl erlebte der Frankenberger Hauptamtsleiter Manfred Greis am Donnerstag einen ruhigen Tag, obwohl um 18 Uhr die Bewerbungsfrist endete und theoretisch weitere Kandidaten ihre Unterlagen hätten abgeben können. Doch es bleibt dabei: Nur Nicolas Hansen, der parteilose und unabhängige Bewerber aus Frankenberg, will den Versuch unternehmen, Christian Engelhardt (CDU) nach nur einer Amtszeit als Bürgermeister abzulösen. Während Hansen seine Unterlagen inklusive der geforderten 62 Unterstützerstimmen am vergangenen Samstag bei der Stadt abgab, hatte der Rathauschef schon einige Tage zuvor seine erneute Kandidatur offiziell erklärt. Am nächsten Dienstag tagt nun der Wahlausschuss, der die Unterlagen beider Bewerber auf Vollständigkeit kontrolliert und sie zur Wahl am 27. September zulässt. Nach der offiziellen Bekanntmachung werden laut Hauptamtsleiter Greif etwa Mitte August die Wahlbenachrichtigungsscheine an die Frankenberger versendet. CDU-Bewerber Christian Engelhardt wird im Wahlkampf von der Frankenberger FDP unterstützt. Zu rechnen ist in den nächsten Tagen außerdem noch mit einem klaren Engelhardt-Bekenntnis der Frankenberger Bürgerliste. Bislang keine Wahlempfehlung haben die Grünen und die Sozialdemokraten um Harald Rudolph abgegeben. Die Genossen hatten über die Nominierung eines Parteibewerbers für die Bürgermeisterwahl nachgedacht, sich dann allerdings gegen die direkte Beteiligung entschieden und gegenüber WLZ-FZ zudem ausgeschlossen, eine Wahlempfehlung abzugeben. Ohne Unterstützung einer Partei geht Nicolas Hansen ins Rennen. Der bis dato in der Illerstadt unbekannte Verwaltungswirt hatte im Februar seine Kandidatür öffentlich gemacht. Für Diskussionen sorgte der 1963 in Düsseldorf geborene Familienvater, der sein Wahlprogramm unter den Titel „Für ein attraktives und solides Frankenberg“ gestellt hat, mit seinem Konzept „49 Euro pro Kleinkind“. Die erste Legislaturperiode von Christian Engelhardt endet offiziell am 30. April 2010. Einstimmig hatten sich die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung allerdings darauf verständigt, die Bürgermeisterwahl auf den Tag der Bundestagswahl am 27. September vorzuziehen – zum einen aus finanziellen Gründen, zum anderen um den Wahlhelfern und den Wählern einen Gang an die Wahlurne zu ersparen. Nach der Landtags-, Europa-, zweifachen Landrats- und der bevorstehenden Bundestagswahl wäre die Bürgermeisterwahl im Dezember die sechste Wahl binnen Jahresfrist gewesen. Engelhardt hatte sich am 14. Dezember 2003 mit 61,4 Prozent in der Stichwahl gegen Gerhard Finkeldey durchgesetzt. Im ersten Wahldurchgang kandidierten zudem Robert Ingenbleek (Unabhängig), Harald Rudolph (SPD) und Egbert Blanc (FWG). Weitere Informationen im Internet unter www.christian-engelhardt.de sowie www.nicolas-hansen-web.de.

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