Bürgermeister: Erneuerbare Energien ausbauen

Engelhardt will Bürger beteiligen

Frankenberg. Frankenbergs Bürgermeister Christian Engelhardt hat eine Beteiligung der Bürger beim Thema „Gewinnung regenerativer Energien“ vorgeschlagen.

Wie der Bürgermeister in einer Presseerklärung mitteilte, müssten erneuerbare Energien wie Windkraft, Solarenergie und Energie aus Biomasse mit deutlich größerem Nachdruck ausgebaut werden als bisher – auch als Folge der Japan-Katastrophe. Es sei inzwischen der deutliche Wunsch der deutschen Bevölkerung, aus der Kernenergie umgehend auszusteigen, merkte Engelhardt an. In diesem Vorhaben seien sich inzwischen nicht nur die Politiker aller Parteien einig, sondern auch die Energieexperten.

Engelhardt: „Dass wir als Stadt den Ausbau erneuerbarer Energien fördern und auch als Gesellschafter der EGF mit noch mehr Nachdruck forcieren als in der Vergangenheit, ist klar.“ Allerdings stelle sich noch die Frage, wie die nationale Energiepolitik auf kommunaler Ebene umgesetzt werden könne. Dabei erinnerte der Bürgermeister daran, dass die Frankenberger Energiegesellschaft in den vergangenen Jahren in Sachen erneuerbarer Energien bereits viel unternommen habe: An der Niedermühle sei eine neue Wasserkraftanlage errichtet worden, an der Kläranlage eine Solaranlage und auch eine Klärgasverstromung.

Zwei Punkte hält Engelhardt dabei für wesentlich:

• Das bereits vom Parlamant im Haushalt vorgesehene Energiekonzept;

• Die Möglichkeit, dass sich die Bürger auch als Investoren am Ausbau erneuerbarer Energien beteiligen können.

Dabei weist der Bürgermeister darauf hin, dass das Energiekonzept der Stadt auch eine interkommunale Zusammenarbeit beinhalte: Lokales Handeln dürfe nicht nur auf die Kommune, sondern müsse auf eine ganze Region bezogen werden.

Nach seiner Mitteilung ist sich Engelhardt darüber im Klaren, dass ein Ausbau der erneuerbaren Energien auch ein Ansteigen des Strompreises bedeuten werde. Diese Mehrausgaben würden sich aber langfristig lohnen.

Und weil mit erneuerbaren Energien auch Geld verdient werden könne, sei es richtig, die Bürger zu Gesellschaftern bei dieser Art der Stromerzeugung zu machen. Diesen Schritt will der Bürgermeister nun noch weitergehen: Alle Bürger sollten sich unter anderem als Gesellschafter an künftigen Energiegewinnungsanlagen der EGF beteiligen können.

Dies könne beispielsweise durch einen Fonds oder durch die Gründung einer regionalen, mit der EGF verbundenen Energiegenossenschaft erfolgen. Engelhardt: „Je mehr die Bürger an der Energieerzeugung beteiligt sind, desto mehr profitieren sie von den Erträgen und desto größer ist auch die Verbundenheit mit dem eigenen Unternehmen wie der Frankenberger Energiegesellschaft.“ (mjx)

Quelle: HNA

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