Frankenberg

Engelhardt will Ende des Jahres gehen

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- Frankenberg (rou). Christian Engelhardt wollte den geplanten Wechsel zum Landkreistag eigentlich noch einige Tage unter Verschluss halten. Aus zwei Gründen: Zum einen beschließt das Präsidium des Landkreistages erst heute über die Personalie. Zum anderen gilt es heute im Parlament wichtige Beschlüsse zu verabschieden.

Die Telekommunikationsanbieter haben am Dienstag gut verdient: Nach der Berichterstattung von WLZ-FZ über den geplanten Abschied von Frankenbergs Bürgermeister Christian Engelhardt zum Hessischen Landkreistag standen die Handys der führenden Politiker nicht still. Dazu zählte auch Rainer Hesse, Stadtverbandsvorsitzender der Frankenberger CDU und Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung. „Ich muss mein Telefon gleich erst einmal ausmachen“, sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung und verwies auf die diversen Telefonate mit seinen Kollegen. Hauptthema sei sicherlich die Personalie Engelhardt gewesen, „doch es gibt im Vorfeld der wichtigen Parlamentssitzung zur Biogasanlage noch andere Punkte zu besprechen“.

Der Bürgermeister hatte somit recht behalten. Gegenüber unserer Zeitung hatte er am späten Montagabend betont, dass er sich zu seiner Zukunft eigentlich noch gar nicht äußern wolle. Zum einen solle das Thema nicht die wichtige Sitzung der Stadtverordnetenversammlung überlagern, auf der anderen, für ihn noch bedeutenderen Seite stünde sein Umzug nach Wiesbaden ja noch gar nicht verbindlich fest. „Die Wahl sei keine Formalie“, sagte der Bürgermeister im Vorfeld der heutigen Sitzung des Präsidiums des Landkreistages.

Gerechnet werden kann dennoch mit Engelhardts Wahl zum neuen geschäftsführenden Direktor des Zusammenschlusses der 21 hessischen Landkreise. Für die tägliche Arbeit dieses Gremiums sind zwei Direktoren verantwortlich. In der Vergangenheit war es nach WLZ-FZ-Informationen üblich, dass ein Direktor von der CDU, der andere von der SPD gestellt wird. Und eben jener der CDU scheidet Ende November aus Altersgründen aus der Funktion aus: Gerrit Kaiser ist wie Christian Engelhardt Jurist und war vor seiner Aufgabe beim Landkreistag

Erster Stadtrat in Dietzenbach. Der zweite Direktor ist Jan Hilligardt (SPD). Wie der Kontakt des Landkreistages zu Engelhardt zustande gekommen ist, wollte der Frankenberger Bürgermeister nicht erläutern. Er sei gefragt worden, ob er Interesse habe. Und dieses sei sofort vorhanden gewesen. Es sei reizvoll, die Interessen der hessischen Landkreise gegenüber dem Land und auch dem Bund zu vertreten. Detailliert wolle er sich zu seiner Motivation, zu seinen Gedanken zum Abschied von Frankenberg und seinen Plänen für die nächsten sechs Monate aber erst dann erklären, wenn verbindlich feststünde, dass er zum 1. Dezember die Aufgabe in Wiesbaden übernehmen werde.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Mittwoch, 08.Juni

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