Leo Engels referiert über Glasfenster in Hainaer Klosterkirche

Tierköpfe: Die nach innen zusammenlaufenden Enden der Bögen, Pässe genannt, sind als Tierköpfe ausgebildet, als Hunde- und Schlangenköpfe. Sie dienten vermutlich der Abwehr des Bösen, das nach mittelalterlichem Verständnis sich vom Norden nähert. Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus der Mitte der Fensterrose im Maßwerk des Fensters im nördlichen Querhaus.

Haina-Kloster. Mit dem bloßen Auge sind sie nicht zu erkennen, die vier filigranen Hirschköpfe in einer der Fensterrosen im Kloster Haina. Selbst mit dem Fernglas sind sie und viele weitere Details schwer zu entdecken. Am Sonntag kann man sie jedoch sehen.

Bei einem Bilder-Vortrag über Details der mittelalterlichen Klosterfenster.

Leo Engels (Frankenberg), Mitglied im Verein Freunde des Klosters Haina, referiert anlässlich der Aktion offene Gärten am Sonntag, 24. Juni, ab 16 Uhr in der Alten Schuhmacherei im Kreuzgang des Klosters über viele Einzelheiten der wertvollen Glasfenster und zeigt dabei per Power-Point-Technik Detailfotos.

Sie entstanden, als im Zuge von Sanierungsarbeiten ein Gerüst in der Klosterkirche stand. Mitglieder der Klosterfreunde stiegen 15 Meter in die Höhe und machten die Aufnahmen.

So können die Besucher des Vortrags nicht nur die filigranen Hirschköpfe sehen, sondern zum Beispiel auch Eichenlaub-Blätter oder Hunde- und Schlangenköpfe auf den Pässen (nach innen zusammenlaufenden Bögen).

Ein Detailbild von einem Fenster der Nordseite, das Anfang des 14. Jahrhunderts entstanden ist, zeigt deutlich die Anwendung einer neuen Maltechnik. Bei dieser wird in einer Art Negativverfahren das Motiv aus dem mit der Schwarzlotfarbe überzogenen Glas ausgespart.

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Quelle: HNA

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