Engelsgleiche Musik in der Liebfrauenkirche

Frankenberg. Das war meisterhaft: Einen musikalischen Höhepunkt der Festtage bildete die Aufführung der Weihnachtskantate „Vom Himmel hoch“ von Felix Mendelssohn Bartholdy in der Liebfrauenkirche Frankenberg.

Unter der Leitung von Markus Wagener wirkten die Solisten Dr. Marion Clausen (Sopran) und Thomas Wiegand (Bariton), die Kantorei der Liebfrauenkirche und das Jugendsinfonieorchester der Edertalschule mit.

Die Solisten: Dr. Marion Clausen (Sopran) und Thomas Wiegand (Bariton)

Bei dem Werk aus dem Jahr 1831 handelt es sich um eine Choralkantate über das gleichnamige Weihnachtslied von Martin Luther. Es werden ausschließlich Strophen des bekannten Kirchenliedes verwendet. Für Fachleute deutlich erkennbar ist Mendelssohns intensive Beschäftigung mit dem Werk Johann Sebastian Bachs.

Dabei ist der Komponist weit davon entfernt, lediglich Kopien einer Bachschen Choralkantate anzufertigen. Es gelingt ihm vielmehr, einen eigenen Ton zu treffen und die strahlend schöne Musik mit dem von ihm bewunderten Text Luthers zu verbinden.

Musizierten gemeinsam: Die Kantorei der Liebfrauenkirche und das Jugendsinfonieorchester der Edertalschule führten die Weihnachtskantate „Vom Himmel hoch“ von Felix Mendelssohn Bartholdy auf. Fotos: Moniac

Mit einem jubelnden „Euch ist ein Kindlein heut geborn“ verkündete der fünfstimmige Chor die frohe Botschaft. Ihr schloss sich eine Aria des Baritons an, die die Hoffnung auf die zukünftige Seligkeit richtete. Auf die chorische dritte Strophe folgte eine Arie der Solistin, die den „edlen Gast“ mit strahlendem Sopran willkommen hieß. Ein ausdrucksvolles Arioso des Baritons legte den Akzent auf das Aussprechen der einfachen Wahrheit, die im allgemeinen Treiben oft untergeht. „Wie aller Welt Macht, Ehr und Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut“ hieß es da, bevor der Schlusschor mit „Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron“ der jauchzenden Freude der Christenheit Ausdruck verlieh.

Von Marise Moniac

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Quelle: HNA

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